Top 10 CIO-Prioritäten für 2010

Management

Der Marktforscher Experton Group hat zehn Punkte veröffentlicht, auf die CIOs im Jahr 2010 besonders achten sollten. Die Empfehlungen beruhen auf dem Reifegradmodell für IT-Organisationen. Ein Artikel von Luis Praxmarer, Global Research Director der Experton Group.

Ist die IT-Abteilung noch nicht so ausgereift, liegt der Fokus verstärkt auf den Punkten 3 bis 6, bei Unternehmen mit einem höheren Reifegrad stehen die Punkte 7 bis 10 sowie 1 und 2 im Mittelpunkt. Selbstverständlich sollten die Themen IT-Strategie und Messung in allen Unternehmen auf der Prioritätenliste ganz oben stehen, denn die Ausrichtung auf die Unternehmensanforderungen, definierte Ziele und das Wissen um deren Erfüllungsgrad auf Basis entsprechender Metriken sind Grundvoraussetzungen, um überhaupt festlegen zu können, was getan werden sollte. Doch leider zeigt die Wirklichkeit, dass gerade in diesen Bereichen in den meisten IT-Organisationen noch erhebliche Mängel bestehen. Die Top 10 CIO-Prioritäten für das kommende Jahr lauten:

1. IT-Strategieplan & Kommunikationsplan: Er muss mindestens einmal pro Jahr überprüft und aktualisiert werden, um veränderten Unternehmensanforderungen und auch neuen IT-Entwicklungen Rechnung zu tragen, zum Beispiel Cloud Computing, Enterprise 2.0, SOA und so weiter.

2. Messung & Benchmarking: Voraussetzung um festzustellen, wie es um die Erfüllung der Ziele bestellt ist, ob sich der Reifegrad erhöht hat, wo es noch Lücken gibt; des Weiteren die Basis für das Aufsetzen und die Verfolgung von Leistungsindikatoren und Metriken.

3. ITIL & COBIT-Reifegrad über 3, Sourcing: Grundvoraussetzung für die erforderlichen operativen Fähigkeiten und Serviceorientierung für die Bereitstellung, den Einkauf und die Integration von Services beziehungsweise deren Outsourcing.

4. Security als proaktiver Business Enabler: Die Security-Budgets stehen mittlerweile unter Druck, denn ihr Mehrwert und Nutzen wird nicht unbedingt wahrgenommen. Das Thema Sicherheit muss als Business Enabler aufgestellt werden. Das Ziel besteht nicht mehr darin, den Zugriff von außen zu verhindern, sondern den gezielten und berechtigten Zugriff auf Daten und Applikation auf breiterer Basis (intern wie auch extern) sowie die Zusammenarbeit auf Basis entsprechender Berechtigungen zu ermöglichen.

5. Applikationsportfolio-Management: Das Bereinigen alter Applikationen muss umgehend angegangen werden. In einem nächsten Schritt sollte die zukünftige Applikationsarchitektur und Lösungslandschaft entwickelt werden.

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