Cybercrime 2010 = Cybercrime 2.0

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Aus der Sicht von Computerschädlingen war 2009 äußerst fruchtbar. Eigentlich bereits totgesagt, erlebten speziell Würmer und Trojaner ein fabelhaftes Comeback. Die Infektionen mit schädlichen Computerprogrammen haben sich seit Jahresbeginn verdoppelt. Krise hin oder her – nicht nur aus diesem Grund, traut sich kaum ein Unternehmen bei der Sicherheit zu sparen. Und das sollten sie auch künftig nicht tun, glaubt man den Prognosen für 2010.

Auf welchem Gebiet genau die Gefahr am größten ist, darüber sind sich die Experten durchaus uneinig – und es hängt auch immer ein wenig davon ab, auf welches Gebiet sich der jeweilige Security-Fachmann spezialisiert hat. Zwei Kernthemen lassen sich ausmachen: Web 2.0 und Datenschutz.

“Cyberkriminelle nehmen die Nutzerdaten von Anwendern mit Phishing-Angriffen ins Visier und legen falsche Profile an, um mit den Usern in Kontakt zu kommen. So verbreiten sie ihre Malware und Social-Media-Plattformen auch für andere betrügerische Aktivitäten.” So beschreibt Paul Wood, Sicherheitsexperte bei Symantec, im Interview mit silicon.de die aktuelle Herausforderung für Unternehmen.

Paul Wood
Symantec-Experte Paul Wood: “Soziale Netzwerke sind innerhalb kürzester Zeit salonfähig geworden.”
Foto: Symantec

Er erwartet, dass die Cybermafia 2010 eigene Anwendungen entwickeln und in soziale Netzwerke integrieren werde, um auf diese Weise Geld zu machen. Vor diesem Hintergrund versuchen inzwischen immer mehr Firmen den Datenverkehr zu solchen Webseiten zu kontrollieren oder ganz zu sperren. Sie verschärfen die internen Kontrollen und bringen Regeln für den Datenverkehr auf den neuesten Stand.