AutorunINF an der Spitze der Bedrohungscharts

EnterpriseSicherheitVirus

Die Herrschaft von Clicker unter den gefährlichsten Malware-Bedrohungen ist (vorerst) zu Ende. Fünf Monate in Folge belegte der Trojaner Rang eins der BitDefender E-Threat Top 10. Im November tauscht er die Plätze mit ‘AutorunINF’, der zu seiner Verbreitung die Autorun-Funktion im Windows-Betriebssystem missbraucht.

Mit dieser Strategie ist er innerhalb der Top 10 nicht allein. Gleich drei Trojaner nutzen diese Windows-Schwachstelle. Conficker hält dagegen Position drei und legt an Infektionsrate leicht zu. Trojan.Inject.RA und Trojan.Downloader.Bredolab.AZ sind die Neueinsteiger des Monats auf den Plätzen neun und zehn.

Trojan.AutorunINF.Gen (8,45 Prozent Infektionsrate) nutzt laut BitDefender zur Verbreitung ein autorun.ini-Skript, über das alle Wechseldatenträger standardmäßig verfügen. Über diese Funktion wird eine bestimmte Datei nach dem Anschluss des Datenträgers an den PC automatisch ausgeführt. Malware-Autoren nutzen diese Windows-Funktion und manipulieren solche Dateien, um schädliche Anwendungen zu starten, ohne dass der User etwas merkt.

Trojan.Clicker.CM (7,87 Prozent) verliert 1,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Dieser Trojaner versteckt sich überwiegend auf Websites, die illegale Anwendungen wie Cracks, Keygens und Seriennummern zum Download anbieten.

Conficker (offizielle Bezeichnung: Win32.Worm.Downadup.Gen) ist im November für 5,62 Prozent der weltweiten Infektionen verantwortlich, womit er Platz drei belegt. Der Wurm beschränkt den Zugang zu Webseiten von IT-Security-Anbietern und verweigert Usern die Ausführung von Windows-Updates. Neuere Varianten des Schädlings installieren zusätzlich fehlerhafte “Security-Software”.

Auch Trojan.Wimad hält mit dem vierten Platz und exakt fünf Prozent Infektionsrate die Position. Der Trojaner infiziert vor allem Advanced System Format(ASF)-Dateien mit einem Codec, um weitere Schädlinge nachzuladen. Diesem Trojaner folgt mit nur wenig Abstand auf Rang fünf Exploit.PDF-JS.Gen (3,23 Prozent). Dieser Exploit nutzt verschiedene Sicherheitslücken in Javascript-Engines des Adobe PDF Reader. Auf dem PC führt er bösartige Codes aus, die wiederum den Download schädlicher Binaries auslösen.