Neuer Supercomputer ‘Blizzard’ eingeweiht

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In Hamburg haben heute die Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust das weltweit modernste Klimarechenzentrum eingeweiht. Zeitgleich wurden die neuesten Berechnungen für den Weltklimarat in Angriff genommen.

Fotogalerie: Aufbau des neuen Superrechners HLRE 2

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Der neue Klimarechner Blizzard des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ) ermöglicht immer genauere Prognosen zukünftiger Klimaänderungen. Mit einer Spitzenrechengeschwindigkeit von 158 TeraFlop/s (Floating Point Operations pro Sekunde) ist der neue Höchstleistungsrechner etwa 60-mal leistungsstärker als sein Vorgänger. Der neue Höchstleistungsrechner wird in der Lage sein, sogar Wirbelstürme und sehr kleine Meereswirbel zu modellieren.

Ein wesentlicher Teil der Ergebnisse wird in den Berichten des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) verwendet und gehört zu den weltweit führenden Klimavorhersagen. Ein Großteil der wissenschaftlichen Grundlagen für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen stammt aus den Berechnungen des DKRZ in Hamburg.

Der mit 35 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Power6-Systems von IBM mit 7680 Rechnerkernen, organisiert in 240 Knoten und mit 20 TByte Hauptspeicher versehen, kann die weltweit anerkannten Klimamodelle mit noch höherer räumlicher Auflösung berechnen als bisher. Damit sind die Wissenschaftler in der Lage, vor allem regionale Klimaphänomene exakter vorherzusagen. “Der neue Hamburger Klimarechner ist ein herausragendes Beispiel für die deutsche Spitzenstellung in der Klimaforschung”, so Bundesministerin Schavan.