IT wird wichtiger

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Laut dem ‘IT Business Balance Survey 2009’ von Deloitte, für den 1868 IT-Manager vor allem aus der Finanz- und Fertigungsindustrie befragt wurden, wird IT in der aktuellen Wirtschaftslage immer wichtiger. Auch ihre Bedeutung für die Unternehmensführung wächst – nicht nur im Anwendungsbereich, sondern auch bei strategischen Überlegungen.

“Der Vergleich mit dem IT Business Balance Survey des vergangenen Jahres zeigt, welchem Wandel die Unternehmens-IT unterworfen ist”, sagt Peter Ratzer, Partner Business IT Strategy von Deloitte. “Ihre Bedeutung für die Wertschöpfung nimmt zu, auch wenn diese Entwicklung vielerorts erst am Anfang steht. Vor allem IT-Outsourcing wird bereits von vielen Unternehmen betrieben.” EMEA (Europa, der Mittleren Osten und Afrika) weise hier sogar die höchsten Budgets auf.

Ob inner- oder außerhalb des Unternehmens – meist gilt die IT als “Unterstützer” und ist als solcher nur selten Gegenstand von Geschäftsleitungsbesprechungen. Nur 45 Prozent aller Befragten gaben an, die Führung ihres Unternehmens würde regelmäßig über IT-Fragen sprechen. Auffällig hierbei: Asien liegt mit 60 Prozent der Angaben deutlich vor EMEA mit 37 Prozent. Ähnliches gilt für IT-Steuerungskomitees. Bei 45 Prozent aller Teilnehmer weltweit besteht ein solches, im Ländervergleich liegt erneut Asien mit 90 Prozent vorne. Außerdem ist der IT-Fachbereich bei weniger als einem Drittel der Befragten maßgeblich am Anstoß neuer Projekte beteiligt: Knapp die Hälfte gab an, IT-spezifische Projekte würden über alle Geschäftsbereiche hinweg beschlossen.

Doch das könnte sich bald ändern. Viele Unternehmen haben nach Angaben von Deloitte erkannt, dass IT mehr kann als Abläufe automatisieren und Kosten senken. Marktgerichtete IT-Dienstleistungen erschließen demnach neue Vertriebswege, verkürzen die ‘Time to Market’ neuer Angebote oder stiften Mehrwert für Kunden – tragen also zur Wertschöpfung bei. Das dürfte IT-Verantwortlichen in Zukunft mehr Gehör bei ihren Vorgesetzen verschaffen, schätzen die Befragten.

Alle Teilnehmer nehmen Datensicherheit und -schutz äußerst ernst – aber längst nicht alle sind zufrieden mit deren Handhabung. Knapp ein Drittel der IT-Beauftragten gab an, das Top-Management ihres Unternehmens würde kaum oder zu wenig entsprechendes Monitoring betreiben. Der Ländervergleich zeigt: Nur 38 Prozent aller Befragten aus EMEA glauben, dass ihre IT-Abteilungen gut gegen Betrugs- und Sabotageversuche gerüstet sind. Anders in Asien und Amerika – dort glauben dies 65 Prozent.