“Der Smartphone-Markt hat sich Linux zugewandt”

BetriebssystemEnterpriseManagementMobileOpen SourceSoftwareWorkspace

Für Jim Zemlin, Chef der Linux Foundation, sind Linux-basierte Smartphones die einzige Alternative zum iPhone. Seit dem Platzen der Internetblase sei das freie Betriebssystem zum Mainstream geworden, sagte er in einem Interview mit CNET. Und auch für die kommenden Jahre sieht Zemlin eine rosige Zukunft für den Pinguin.

“Nachdem das iPhone vor rund drei Jahren den Startschuss für einen Wettlauf der Smartphones gegeben hat, hat sich der Markt inzwischen Linux zugewandt”, skizzierte Zemlin die aktuelle Situation im CNET-Interview. “Jeder ernstzunehmende iPhone-Konkurrent ist Linux-basiert: Motorolas Droid, Nokias N900, das Palm Pre – sie alle basieren auf Linux.”

Apple werde sich im Bereich der Smartphones zu dem entwicken, was es bereits auf dem PC-Markt sei: “Die luxuriöse Penthouse-Suite.” Daneben gebe es aber einen riesigen Markt für erschwingliche Geräte, die nahezu die gleichen Funktionalitäten wie das iPhone haben. “Zudem garantiert Linux dem OEMs (Original Equipment Manufacturer) eine Gewinnspanne”, so Zemlin.

Seit dem Platzen der Technologie-Blase Anfang 2001 habe Linux einen starken Aufschwung erfahren. Das freie Betriebssystem sei zum Mainstream geworden und werde heute in vielen Bereichen eingesetzt. Als Beispiele nennt Zemlin Linux als Plattform von Digicams, Fernsehern, GPS-Systemen oder auf Supercomputern.

Das sei auch der Grund, wieso Microsoft so viel in Bereiche wie den Suchmarkt investiere, weil das Business-Modell von Windows langsam aussterbe.