Google schrumpft die Webadressen

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Der Internetkonzern Google hat jetzt seinen eigenen Kurz-URL-Dienst vorgestellt. Unter dem Domainnamen ‘Goo.gl’ können Anwender verkürzte URLs erzeugen, die auf beliebige Internetinhalte verweisen und – wie üblich – aus weniger Zeichen bestehen als die ursprünglichen Links. Der Service steht aber nicht auf einer eigenen Website zur Verfügung, sondern kann nur über Dienste des Suchanbieters genutzt werden.

Goo.gl ist Bestandteil der Google Browser Toolbar und des RSS-Diensts Feedburner. Die Toolbar erhält dafür eine neue Schaltfläche. Ähnlich wie bei seiner Suchmaschine untersucht Google auch verkürzte URLs auf schädliche Inhalte und blockiert sie.

Sollte der Kurz-URL-Dienst bei den Nutzern auf ein positives Echo stoßen, will der Konzern den Service einem breiteren Publikum zur Verfügung stellen. Aktuell ist Google nicht der einzige große Player, der in dem Markt für Kurz-URLs eingreift. So hat Facebook nahezu zeitgleich einen URL-Verkürzer vorgestellt.

Für kleine Anbieter wie TinyURL oder Bit.ly könnte damit die Luft dünn werden. Bit.ly etwa reagierte im Handumdrehen und kündigte eine Pro-Version an, die Webseitenbetreibern ermöglicht, ihre eigenen Domainnamen in eine Kurz-URL zu verwandeln. Derzeit befindet sich das Pro-Angebot von Bit.ly noch in einer Testphase. Unternehmen, die den Dienst bereits nutzen sind unter anderem AOL, Bing, New York Times, Huffington Post und Wall Street Journal.

In diesem Jahr hat nicht zuletzt Twitter einen wahren Boom bei Kurz-URL-Services ausgelöst. Die Beschränkung auf 140 Zeichen des Microbloggingdienstes erfordert besondere Platzersparnis, wodurch TinyURL, Bit.ly und Co erst ihren richtigen Durchbruch erfuhren, wenngleich sie teils seit Jahren auf dem Markt sind.