Facebook-Gründer Zuckerberg stolpert über eigene Offenheit

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Mit gutem Beispiel voran, dachte sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, als er jetzt sein Profil bei Facebook für die breite Masse zugänglich gemacht hat. Möglicherweise hat er dabei aber die neuen Datenschutzregeln des Dienstes nicht ganz verstanden oder aber er hat die Folgen seiner Offenheit unterschätzt. Privatfotos und Kalendereinträge sind auf alle Fälle inzwischen wieder verschwunden.

“Für die, die sich darüber wundern, ich habe die meisten meiner Inhalte auf öffentlich gesetzt, damit die Leute sie sehen können. Einige meiner Inhalte habe ich privater gehalten, aber ich habe keine Notwendigkeit gesehen die Sichtbarkeit von Bildern mit meinen Freunden, meiner Familie oder meinem Teddy-Bären einzuschränken”, schrieb Zuckerberg am Freitag auf seinem Profil.

Ganz öffentlich sind seine Privatfotos zwar nicht, aber offenbar können sie auch von “Freunden von Freunden” gesehen werden. Das war jedenfalls ausreichend dafür, dass die Fotos am Wochenende die Runde im Web gemacht haben. Die Blogger von Valleywag beispielsweise haben eine Auswahl ihrer Lieblingsfotos veröffentlicht.

Nach der Umstellung der Datenschutzregeln Ende vergangener Woche hatte es massive Proteste von Datenschützern gegeben. Zwar hat Facebook die Datenschutzeinstellungen vereinfacht und Nutzern mehr Möglichkeiten eingeräumt, ihre Daten zu kontrollieren. Voreingestellt ist aber eine weitgehende Freigabe.

Vielleicht hat Zuckerberg hier schlicht danebengeklickt. Schließlich hatte er in der Statusmeldung ja eigens angekündigt, einige Inhalte nicht allen zugänglich machen zu wollen. So oder so war er von den Folgen der neuen Freiheit für seine Fotos offenbar nicht begeistert. Sie sind mittlerweile nicht mehr über sein Profil abrufbar.