Neue Kartellfront gegen Intel: Grafik-Chips

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Kartellklagen sind für den Marktführer Intel schon lange nichts Neues mehr. Weltweit gab es bereits mehrere Klagen wegen Verstößen gegen den fairen Wettbewerb. Bislang waren diese Klagen aber immer auf den Bereich der Prozessoren beschränkt.

Am Mittwoch aber trat die FTC mit einer ganzen Litanei von Vorwürfen gegen Intel und diesmal in einem Bereich, der auch für Intel neu ist. Demnach soll der Hersteller bei Grafik-Prozessoren (GPU) unfaire Geschäftspraktiken an den Tag gelegt haben. Intel habe mit einer “systematischen Kampagne, überlegene Produkte von Wettbewerbern ausgebremst”, so die FTC in einer Mitteilung.

Hier ringt Intel mit dem Hersteller Nvidia um Marktanteile. Nvidia ist Markführer für so genannte diskrete Grafik-Chips, also alleinstehenden Grafik-Chips. Intel hingen schöpft bei integrierter Grafik die meiste Sahne ab und das in einem Markt der im Jahr 2009 ein geschätztes Volumen von 10 Milliarden Dollar hat. Business-PCs, auf denen lediglich Office läuft, kommen meist wunderbar mit den in den Hauptprozessor integrierten GPUs von Intel zurecht.

Aber warum verklagt die FTC Intel jetzt auf einem neuen Schauplatz? Experten halten es für möglich, dass die Wettbewerbshüter wohl ein Problem in der öffentlichen Wahrnehmung bekommen hätten, wenn man Intel ein weiteres Mal wegen CPUs verklagt. Schließlich musste Intel erst vor wenigen Wochen 1,25 Milliarden Dollar an den Konkurrenten AMD bezahlen.

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