IPv6 für deutsche Verwaltungen

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Deutschland hat als erster Staat Europas für die öffentliche Verwaltung Internet-Adressen nach dem Standard Internet-Protokoll Version 6 (IPv6) erhalten. Das teilte Dr. Hans Bernhard Beus mit, der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik.

Demnach hat die für Europa zuständige Vergabestelle von Internet-Adressen (RIPE NCC) der öffentlichen Verwaltung Deutschlands einen zusammenhängenden IPv6-Adressraum zugewiesen, mit dem sich künftig bis zu 270 Milliarden Sub-Netze mit insgesamt mehr als 5 Quintillionen Adressen für Endgeräte realisieren lassen.

 Dr. Hans Bernhard Beus
Dr. Hans Bernhard Beus
Foto: Bund

Die Regierung sehe in der Einführung von IPv6 einen wesentlichen Beitrag zur Einführung neuer Internet-Technologien in modernen, sicheren Kommunikationsinfrastrukturen, hieß es. Dies fördere den Einsatz neuer Technologien in Next Generation Networks. Für die Bürger würden neue Anwendungsszenarien erschlossen – etwa in den Bereichen E-Government und Gesundheitswesen.

So wie die Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen einen größeren Empfängerkreis und die eindeutige Adressierbarkeit der Teilnehmer mit sich brachte, werden durch die Nutzung von IPv6 ausreichend Internet-Adressen zur Verfügung stehen, teilte die Regierung mit. Der bisher genutzte Adressraum dürfte nach Expertenschätzungen ab 2011 weltweit ausgeschöpft sein.