Österreich: Gründer der Piratenpartei gestorben

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Völlig unerwartet und im Alter von nur 23 Jahren ist der Gründer der Piratenpartei Österreich, Florian Hufsky, gestorben. Wie die Piratenpartei auf ihrer Website bekannt gab, starb Hufsky am 16. Dezember. Informationen zu den Hintergründen des Todes wurden bisher nicht bekannt.

In einem auf der Website der Partei veröffentlichten Nachruf heißt es unter anderem: “Florian Hufskys Pioniergeist ist es zu verdanken, dass Österreich eines der ersten Länder war, in dem sich im Sommer 2006 eine Piratenpartei gegründet hat. Er hat den Mut bewiesen, den nur wenige andere zu der Zeit gefunden haben und offen denjenigen Paroli geboten, die wirtschaftliche oder staatliche Interessen über die Bürgerrechte gestellt haben.” Titel des Nachrufs: “Florian Hufsky – rest in pixel”.

Neben seiner politischen Tätigkeit war Florian Hufsky Künstler, Coder und Spieledesigner. Er studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Freunde und Mit-Piraten haben bei Soup.io ein virtuelles Kondolenzbuch eingerichtet.

Als einen von Hufskys größten Erfolgen im Rahmen der Piratenbewegung bezeichnet die Piratenpartei Österreich die Organisation der ersten internationalen Konferenz der Piratenparteien. Piratenparteien setzen sich für die Rechte von Internet-Nutzern ein und streben einen freien Wissensaustausch im Internet an. Die erste Piratenpartei wurde Anfang 2006 in Schweden unter der Führung von Rickard Falkvinge gegründet. Bereits im Juli 2006 folgte die Gründung der österreichischen Piratenpartei. Die Piratenpartei Deutschland wurde im September desselben Jahres gegründet.