Yahoo trennt sich von Zimbra

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Gemunkelt wird es schon seit Tagen, nun gibt es die offizielle Bestätigung: Yahoo trennt sich von seinem Open-Source-E-Mail-Dienst Zimbra und verkauft ihn an VMware. Finanzielle Details des Deals wurden nicht bekannt, Branchenkenner gehen jedoch davon aus, dass VMware weit weniger für Zimbra zahlen muss, als Yahoo seinerzeit hingeblättert hat.

Yahoo hatte im September 2007 350 Millionen Dollar für Zimbra gezahlt. Kara Swisher, Redakteurin des Wall Street Journal schreibt in ihrem Blog, der jetzige Verkaufspreis werde vermutlich “deutlich darunter” liegen. Konkreter wird sie nicht.

Yahoo hat seit Ende September 2009 versucht, die E-Mail- und Groupware-Lösung Zimbra zu verkaufen. Zimbra bietet seine E-Mail- und Groupware-Lösung sowohl quelloffen als auch proprietär an. Die kostenpflichtige Version enthält zusätzlich eine MAPI-Schnittstelle und Synchronisierungsmöglichkeiten für diverse mobile Geräte.

Yahoo hat Teile der E-Mail-Lösung in das eigene Webmail- und Kalender-Angebot eingebaut. Wie Zimbras Vice President Jim Morrisroe in seinem Blog schreibt, werden diese Technologien Teil des Yahoo-Angebots bleiben. Von VMware hieß es, man wolle mit Zimbra das Angebot für Cloud Services erweitern.

Yahoo versucht seit einigen Monaten, Teilbereiche des Unternehmens zu verkaufen. Laut Yahoo-Chefin Carol Bartz sollen die Firmenteile, die nicht zu dem Kernbereich von Yahoo passen, entweder verkauft oder geschlossen werden. Der Internetkonzern will so Kosten reduzieren und wieder schwarze Gewinne schreiben.

Fotogalerie: Zimbra - die Alternative zu Outlook und Thunderbird

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