Motorola fordert Blackberry-Stopp

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Der Ton auf dem heiß umkämpften Smartphone-Markt wird zunehmend schärfer. Nachdem kürzlich Apple ein Verkaufsverbot für Nokia-Geräte gefordert hat, geht jetzt Motorola mit einer ähnlichen Forderung gegen Research in Motion (RIM) vor. Hintergrund ist einmal mehr ein Patentstreit zwischen den beiden Unternehmen.

Motorola reichte bei der US-Handelskommission International Trade Commission Beschwerde ein. Darin beschuldige das Unternehmen RIM, Produkte zu importieren und zu verkaufen, die fünf Motorola-Patente verletzen. Dabei handle es sich um Patente auf Technologien, die mit WLAN-Empfang, Application Management, Benutzeroberfläche sowie dem Energiemanagement zu tun haben.

Motorola bittet die US-Behörde ITC darum, RIM dahingehend zu durchleuchten und dem Blackberry-Hersteller in den Vereinigten Staaten den Import, das Marketing und den Verkauf von Geräten zu verbieten, in denen diese Technologien eingesetzt werden. RIM würde in den andauernden Patent-Auseinandersetzungen auf eine Verzögerungs-Taktik setzen und sich weigern, “um die Motorola-Technologien herum zu entwickeln”, so der Vorwurf von Motorola.

Der Streit zwischen den beiden Smartphone-Herstellern hat eine lange Vorgeschichte – Anfang 2008 gipfelten die Auseinandersetzungen dann in gegenseitigen Patentklagen vor US-Gerichten. Darin werfen sie sich neben Patentverletzungen auch überhöhte Lizenzkosten und verschiedene andere Fehlverhalten zu. Zur jüngsten Forderung von Motorola gibt es bislang noch keine Stellungnahmen von RIM.