CIO Jury: Die CeBIT ist kaum mehr angesagt

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Gerade noch etwas mehr als vier Wochen bis zur CeBIT, dem Pflichttermin deutscher IT-Entscheider. Sollte man meinen. Vier Wochen stimmt zwar, Pflichttermin allerdings nicht. Das ist das Ergebnis der jüngsten CIO Jury von silicon.de.

Zwei Drittel der Juroren werden sich in diesem Jahr den Weg nach Hannover sparen. Die Fachmesse wird als zu wenig informativ beziehungsweise lohnend erachtet. Haus- und Fachmessen graben offenbar dem Megaevent langsam aber sicher das Wasser ab.

“Ich gehe schon seit über 10 Jahren nicht mehr zur CeBit”, berichtet etwa Werner Scherer von der Döhler GmbH. “Wirkliche nützliche Innovationen erhalte ich aus meinen Beziehungs-Netzwerken, zum Beispiel dem CIO Circle. Allgemeine und auch spezifische Trends hole ich mir aus dem Internet, etwa über silicon.de (Danke Herr Scherer! Ihr Chefredakteur). Wenn’s dann konkret wird, helfen sowieso nur noch Referenzbesuche. CIO-Kollegen, die auf der CeBit Kontake mit Kollegen knüpfen wollen, empfehle ich das diesjährige House of CIOs von CIOcolloquium.”

In die selbe Kerbe schlägt Benedikt Gasch von der Smart People Holding GmbH: “Ich glaube eher nicht dass ich auf die CeBit fahren werde, da mir die Anreise zu weit ist und ich mich lieber gezielt bei Workshops und (Haus-)Messen bei meinen IT-Lieferanten über neue Produkte (HP, VMware, Microsoft….) informiere.” Gerade im Falle von Hewlett-Packard wird Gasch auch gar nichts anderes übrig bleiben.

Auch Ralph Treitz von der VMS AG sucht sich seine Informationen auf anderen Veranstaltungen zusammen. “Ich werde nicht zur CeBit gehen. Ich besuche Events, wenn ich dort Kunden treffen kann oder wesentlichen Input für unsere Arbeit bekomme. Für den Fall 1, das Treffen mit IT-Entscheidern, gibt es andere Events. Und um hinsichtlich technischer Entwicklungen up to date zu sein, bietet das Internet (hallo silicon.de) exzellente Möglichkeiten. Also ist die CeBIT kein Muss mehr.”

Die CIO Jury, die wir diesmal ausnahmsweise von 12 auf 15 Juroren erweitert haben (ohne damit das Ergebnis zu verfälschen), setzte sich auch dieses Mal wieder aus IT-Managern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammen. Namentlich bestand sie aus: