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Gerade mal zwei Zeilen umfasst die Oracle-Pressemitteilung vom 27. Januar zum Abschluss der Übernahme von Sun. “Die Kombination der lokalen Einheiten wird gemäß den vor Ort geltenden Gesetzen fortschreiten” heißt es weiter.

5,26 Milliarden Euro kostet die Übernahme. Sie wird wohl auch noch viele Jobs, vor allem bei Sun Microsystems kosten. Gerüchte gehen von etwa 1000 Stellen aus, die wegfallen könnten. Gleichzeitig will Oracle-CEO Ellison auch 2000 neue Stellen schaffen, wie er bei dem Event zur Bekanntgabe des Mergers erklärte.

Mit keiner Silbe wurde erwähnt, dass die Regulierungsbehörden in China und Russland dem Merger ebenfalls zugestimmt hätten, beziehungsweise, dass deren Genehmigung noch aussteht. Für den Zusammenschluss in den USA und Europa werden diese Kartellbehörden vermutlich keine Rolle spielen. Die Gegner der Übernahme, die sich vor allem um die Zukunft von MySQL sorgten und die ihre Hoffnung auch auf Wettbewerbshüter in Russland und China stützten, sind inzwischen verstummt.

Wie die Strategie für Sun weiter aussehen wird, hatte Ellison ja schon mehrfach klar gemacht: Oracle soll zum Komplettlieferanten vom Storage bis zum ERP werden. Und der Umzug hat schon begonnen. So wurde Solaris bereits in Oracle Solaris umgetauft.

Sun, das einst als Stern am IT-Himmel glänzte, wird wohl, wie es derzeit aussieht, zu einem Oracle-Brand verkümmern. Die Webseite zu Oracles Sun-Server gibt es schon. Bis sich diese Vereinigung auch in den Köpfen vollzogen haben wird, wird weit mehr nötig sein, als eine zweizeilige Pressemitteilung und ein paar neue Webseiten auf Oracle.com.

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