Siemens sucht sein Heil in Indien

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Siemens-Chef Peter Löscher hat erstmals den gesamten Vorstand des Konzerns zu einer Vorstandsitzung in Neu-Dehli einberufen. Dort kündigte er eine Verdopplung des Investitionsprogramms für Indien an. Bis zum Jahr 2012 sollen 250 Millionen Euro in dem Land investiert werden.

Ein Großteil der Summe fließt in das Geschäft mit erneuerbaren Energien und Produkten im mittleren Preissegment. Unter anderem wird um 70 Millionen Euro eine Fabrik für Windturbinen gebaut. Bis Ende 2010 sollen zudem sechs neue Kompetenzzentren geschaffen werden, etwa für Produkte im Bereich Signaltechnik oder Dampfturbinen.

“Indien wird ein Zentrum für Produkte im mittleren Preissegment. 2020 wollen wir mit diesen Produkten rund eine Milliarde Euro Umsatz machen, in Indien und auch über die Landesgrenzen hinaus”, sagt Armin Bruck, Geschäftsführer der indischen Tochter Siemens Ltd. Der Konzern beschäftigt derzeit 17.000 Mitarbeiter in Indien, in den nächsten drei Jahren sollen 8000 neue Jobs geschaffen werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte Siemens angekündigt, in Deutschland 2000 Stellen abzubauen. Man sehen sich durch die Wirtschaftskrise zu dem Schritt gezwungen, begründete das Management die geplanten Einschnitte. Zu betriebsbedingten Kündigungen solle es nach Möglichkeit nicht kommen.