Gesunde CeBIT: Parcours zu FutureCare und Telemedizin

EnterpriseManagementSpecials

Derzeit bekommen zahlreiche Versicherte Post von ihrer Krankenkasse. Darin wird – nebst einem Formular zur Einzugsermächtigung – über einen neuen Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro monatlich informiert. Dagegen hilft – zumindest vorerst – ein Wechsel der Krankenkasse. Auf der anderen Seite könnten die Kassen ebenfalls sparen. Zum Beispiel durch den gezielten Einsatz von Technologie der Gesundheitstelematik.

Der Bitkom nennt das Beispiel Diabetes. So seien zehn Prozent der Versicherten von dieser Erkrankung betroffen. Diese zehn Prozent verursachen jedoch 29 Prozent der Gesamtkosten der gesetzlichen Krankenversicherung.

Teuer sind vor allem die stationären Behandlungen von Folgeerkrankungen. Durch Telemonitoring könnten Diabetes-Patienten erfolgreicher von zu Hause aus behandelt, Folgekrankheiten in vielen Fällen vermieden werden. Die Kosten ließen sich so um bis zu 90 Prozent senken, teilt der Branchenverband mit.

Voraussetzung dafür ist ein gut ausgebautes digitales Netz, mit dem Daten transportiert und gespeichert werden können. Diese so genannte Telematik-Infrastruktur bildet den Schwerpunkt der Sonderschau FutureCare auf der CeBIT 2010. “Die FutureCare zeigt das Gesundheitswesen der Zukunft”, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Mit konkreten Fallbeispielen veranschaulicht die FutureCare, wie Informationstechnologie und Telekommunikation für mehr Effizienz im Gesundheitswesen eingesetzt werden können.

Der Gesundheitsparcours FutureCare ist eingebettet in die Kongressmesse TeleHealth, die im Rahmen der CeBIT 2010 in Halle 8 auf dem Messegelände Hannover veranstaltet wird. “Nach dem Erfolg des Vorjahres ist FutureCare fester Bestandteil der TeleHealth. Dort kann sich jeder Besucher am besten über die Trends der Telemedizin und den aktuellen Stand der Technik informieren”, sagt Ernst Raue, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe AG Hannover. Die FutureCare steht unter der Schirmherrschaft der Bundesminister für Gesundheit und Wirtschaft.

Die konkreten Fallbeispiele werden auf unterschiedlichen Rundgängen szenisch dargestellt. Folgende Rundgänge sind derzeit geplant:

    1. Primärprävention eines gesundheitsbewussten Versicherten.

    2. Tertiärprävention am Beispiel eines chronisch Kranken mittels telemedizinischer Betreuung.

    3. Integrierte Versorgung im Krankenhaus von der Patientenaufnahme bis zu elektronischen Fallakte.

    4. Rettung per Hubschrauber bei akutem Notfall (Nutzung von elektronischen Notfalldaten).

    5. Ambient Assisted Living und moderne Pflege im häuslichen Umfeld.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen