Microsofts mobile Plattform: Nicht gut genug

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Was würden Sie tun, wenn Sie, wie Steve Ballmer, Chef von Microsoft wären, speziell wenn es um die Mobiltelefonie ginge? Er könnte einfach in seinem Elfenbeinturm sitzen bleiben und mit den Bereichen, in denen Microsoft stark ist, weiterhin und vielleicht sogar noch höhere Gewinne einfahren. Ein Gastbeitrag von Peter White, Mitgründer von Rethink Research Associates und Partner Advisor der Experton Group.

Dennoch ist der Grundstock für den Untergang Microsofts, zumindest dessen Vormachtstellung im Office-Bereich, bereits gelegt. Inzwischen gibt es über vier Milliarden Mobiltelefone weltweit, demnächst sind es sogar fünf Milliarden, und die mobile Plattform von Microsoft ist einfach nicht gut genug, um sich einen Platz unter den führenden Anbietern zu erobern.

Noch im letzten Jahr sicherten die Handset-Hersteller aus Taiwan und Korea zu, dass die Windows Mobile Plattform verstärkt zum Einsatz kommen würde, aber inzwischen laufen mehr Handsets auf Android als auf Windows Mobile, obwohl Android sozusagen noch in den Kinderschuhen steckt.

Die Verfügbarkeit der ARM-Multicore-Applikationsprozessoren in Geräten, die Browsing, E-Mail, Grundfunktionen für den Büroeinsatz und alle nur denkbaren Entertainment-Möglichkeiten, vom Lesen bis hin zum Video, unterstützen, setzt dem zukünftigen Wachstum Microsofts bei den Endgeräten ein Ende, wenn der Anbieter sich dieser Tatsache nicht stellt und auch ARM-basierte Geräte mit einbezieht. Bislang ist das allerdings nicht geschehen.

Wie die Einführung des iPad zeigt, werden die ARM-Cores auch in PCs zum Einsatz kommen. Es stimmt schon: Derzeit ist man einhellig der Meinung, dass sie nicht so leistungsfähig wie ein Netbook sind; dabei wird allerdings nicht bedacht, dass nur wenige Anwender die vollen Möglichkeiten eines Laptops oder Netbooks wirklich ausschöpfen und benötigen, sei das nun auf der Arbeit, zu Hause oder unterwegs.

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