Frische Frequenzen: Mobilfunker rüsten sich für Auktion

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An kommenden Montag beginnt in Deutschland die Jagd auf neue Mobilfunklizenzen. T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 Telefonica können ihre Gebote für insgesamt 360 Megahertz abgeben – das ist mehr als die Betreiber derzeit nutzen. Es geht um den Einstieg in das mobile Datengeschäft der Zukunft.

Erklärtes Ziel von Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, ist Breitband für alle. Er will ein für allemal mit den Breitband-Lücken aufräumen, die vor allem noch im ländlichen Raum klaffen. Vom Frequenzumfang her stellt die Auktion am Montag die spektakuläre UMTS-Versteigerung vor zehn Jahren in den Schatten. Die Branche fiebert dem Ereignis deshalb seit Monaten entgegen – die Öffentlichkeit nicht.

Matthias Kurth
Chef-Auktionator Matthias Kurth hat monatelang für die Versteigerung gekämpft.
Foto: Bundesnetzagentur

Das hat in erster Linie damit zu tun, dass die Goldgräberstimmung der Jahrtausendwende längst verflogen ist. Im Jahr 2000 spülte die Versteigerung der UMTS-Lizenzen dem damaligen Bundesfinanzminister Hans Eichel 50 Milliarden Euro in die Kassen. “Unverhoffte Mehreinnahmen zu Tilgung von Staatsschulden” nannte dieser das.

Die jetzige Auktion wird – so schätzen Experten – zwischen acht und fünf Milliarden einbringen. Dafür ist Chefauktionator diesmal besonders stolz. Deutschland sei das erste Land in Europa, das ein so großes Frequenzband versteigere – bei der UMTS-Auktion vor zehn Jahren hatten die Briten die Nase vorn.