Polizei ermittelt wegen iPhone-Prototyp

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Der Fall des verlorenen iPhone-Prototyps schlägt immer größere Wellen. Jetzt ermittelt eine Sonderabteilung Computerkriminalität der Staatsanwaltschaft Santa Clara. Sie soll klären, ob der Verkauf des angeblichen Prototypen illegal war, berichtet unsere US-Schwesterpublikation CNET.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Frage, ob es genügend Beweise gibt, um Anklage zu erheben. Ob dabei vor allem der Technikblog Gizmodo, der Finder des Prototypen oder beide Parteien im Mittelpunkt stehen, steht laut CNET bislang nicht fest.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge haben die Ermittler Gawker Media, den Eigentümer von Gizmodo.com, noch nicht kontaktiert. Ein Sprecher des Bezirks San Mateo County, in dem Redwood City liegt, erklärte, es sei bisher kein Verfahren eingeleitet worden. “Wenn es einen Fall gibt, der untersucht wird und eine Anklage ermöglicht, dann wird er von dieser Behörde bearbeitet.”

Laut einem kalifornischen Gesetz aus dem Jahr 1872 begeht jede Person, die einen gefundenen Gegenstand behält, obwohl sie weiß, wer womöglich der Eigentümer ist, einen Diebstahl. Übertrifft der Wert des Fundstücks 400 Dollar, ist der Straftatbestand des schweren Diebstahls erfüllt. Ein weiteres Gesetz stellt auch den Erwerb von Dingen unter Strafe, die illegal beschafft wurden.

Das derzeit berühmteste iPhone der Welt befindet sich nach Angaben von Gizmodo derweil wieder in Apples Besitz. Die Macher des Technikblogs hatten für den Prototypen, den ein Apple-Mitarbeiter in einem deutschen Restaurant in Redwood City liegengelassen hatte, 5000 Dollar gezahlt. Ein ausgiebig bebilderter Bericht über das neue iPhone – meist iPhone 4G genannt – brachte der Seite die erhoffte Aufmerksamkeit.

Fotogalerie: Ausspioniert: Die nächste iPhone-Generation

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