SAP wächst zweistellig

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Die Investitionszurückhaltung der SAP-Anwender scheint sich langsam aber sicher in Wohlgefallen aufzulösen. Mit Lizenzen und Services kann SAP, so die vorläufigen Zahlen, wieder ein zweistelliges Wachstum erzielen. Eine Erholung sei weltweit festzustellen, jedoch besonders punkten kann das Unternehmen mit Business Objects und im Mittelstandsgeschäft.

Das erste Quartal 2010, das vom 1. Januar bis 31. März reicht, bringt in den vorläufigen und unbereinigten Zahlen für den Walldorfer Konzern ein Wachstum bei Software- und Software-bezogenen Erlösen um 12 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wächst SAP damit um 10 Prozent. Software-Erlöse stiegen um 11 Prozent auf 464 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 418 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz stieg um 5 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse entspricht dies einem Anstieg um 3 Prozent.

Das Betriebsergebnis (IFRS) stieg um 81 Prozent auf 557 Millionen Euro. 2009 lag dieses Ergebnis noch bei 307 Millionen Euro. Das Non-IFRS-Betriebsergebnis stieg um 55 Prozent von 396 Millionen Euro auf 612 Millionen Euro. Wechselkursbereinigt entspricht das einem Anstieg von 47 Prozent. Dieses hohe Ergebnis erklärt sich mit Restrukturierungskosten in Höhe von 166 Millionen Euro für den Stellenabbau im ersten Quartal 2009.

Auch dem Ziel, die operative Marge zu steigern, kommt SAP scheinbar ein Stück näher. Die Marge wuchs um 9,4 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent. 2009 waren es nur 12,8 Prozent. Und somit stieg der Gewinn nach Steuern stieg um 97 Prozent auf 387 Millionen Euro.
“Wir sind sehr erfreut über die gute Geschäftsentwicklung im ersten Quartal. Die SAP ist zu Wachstum zurückgekehrt”, so ein gut gelaunter Werner Brandt, Finanzvorstand der SAP. “Das solide Ergebnis auf der Umsatzseite und der Anstieg der operativen Marge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg zu langfristig profitablem Wachstum sind.”

Bill McDermott, Vorstandssprecher der SAP, kommentiert, dass alle Regionen zum Wachstum im ersten Quartal beigetragen hätten. “Besonders erfolgreich waren die SAP-BusinessObjects-Lösungen und das Mittelstandsgeschäft.” Jetzt würden sich Anwender wieder an SAP wenden, um sich auf eine neue Wachstumsphase vorzubereiten.

So sieht das auch der Co-CEO Jim Hagemann Snabe: “Das wirtschaftliche Umfeld stabilisiert sich und Kunden investieren wieder in Wachstum.” Für das Gesamtjahr bleibt SAP bei dem am Anfang des Jahres veröffentlichen Ausblick: Software und Services könnten demnach um zwischen 4 bis 8 Prozent wachsen. Die Marge könnte 2010 bei einer Spanne von 30 bis 31 Prozent liegen.

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