Microsoft übertrumpft Apple

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Windows 7 hat dem Apple-Betriebssystem Mac OS Marktanteile abgenommen. Damit hat Microsoft das selbstgesteckte Ziel erreicht, im ersten Quartal 2010, Apple wieder Marktanteile abzunehmen. Microsofts Marketing-Chefin Tami Reller beruft sich auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens IDC.

Reller hatte sich im Interview mit ZDNet äußerst positiv über die jüngsten Erfolge von Windows 7 geäußert. “Es war eines unserer Schlüsselziele und auch ein Schlüsselerfolg im ersten Quartal, Apple Marktanteile abzunehmen. Ganz offensichtlich haben wir bei wichtigen Benutzergruppen Fortschritte gemacht.”

IDC hatte für das erste Quartal einen von 7 Prozent im Vorjahr auf 6,4 Prozent gefallenen Anteil am US-PC-Markt gemeldet. Darauf bezieht sich Reller. Gartner dagegen sieht in vorab veröffentlichten Zahlen einen Anstieg des Apple-Anteils von 7,2 auf 8 Prozent. Außerdem meldet Apple selbst 33 Prozent mehr verkaufte Stückzahlen im Jahresvergleich für das erste Quartal – deutlich über dem von IDC angesetzten Marktwachstum von 24 Prozent.

Zweifelsfrei steht fest, dass sich Windows 7 schneller im Markt durchsetzt als Vista und jetzt ungefähr auf einem von zehn Rechnern zum Einsatz kommt, die mit dem Internet verbunden sind. Reller zufolge nimmt die Einführung bei Firmen derzeit Fahrt auf: 40 Prozent hätten damit begonnen oder zumindest einen Pilottest gestartet. Nehme man die Zahl derjenigen hinzu, die eine “intensive Prüfung” von Windows 7 vornähmen, komme man auf über 75 Prozent aller Unternehmen, die sich für Windows 7 ernsthaft interessierten. “Wir sind offenbar in einer Phase, in der IT-Profis sich Windows 7 genau ansehen und eine Entscheidung treffen, wann und wie sie umsteigen.”

Wie befürchtet stellt sich auch heraus, dass viele dieser an Windows 7 interessierten Unternehmen eine Generation des Betriebssystems übersprungen haben: “Es gibt immer noch weit mehr Desktops mit XP als mit Vista”, so Reller.

Tami Reller
Gerade bei bei den wichtigsten Kundengruppen habe man Boden gutgemacht, sagte Marketing-Chefin Tami Reller.

Foto: Microsoft