Microsofts erste Nokia-App

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Das Modell E72 wird das erste Nokia-Smartphone sein, für das die Microsoft-App Communicator Mobile verfügbar ist. Mit dieser Anwendung trägt eine Allianz zwischen dem finnischen Gerätehersteller und Microsoft erste Früchte. Mit Communicator Mobile, können Anwender mit einem Nokia-Smartphone auf ihre Unternehmensverzeichnisse zugreifen und sich hier zum Beispiel die Verfügbarkeit von Kollegen anzeigen lassen.

Communicator Mobile zeigt zudem gleich immer den besten Weg an, auf welche Weise der Gesuchte kontaktiert werden kann. Mit dabei ist auch ein integrierter Instant Messaging-Client.

In erster Linie richtet sich diese Anwendung an Unternehmenskunden. Microsoft bringt damit Funktionalitäten des eigenen Communications Server im Backend auf die Smartphones. Daher ist diese Version auch für Anwender, die bereits einen Communications Server 2007 R2 lizenziert haben, in Nokias Ovi-Store frei verfügbar.

Communicator Mobile wurde für die Nokia E-Series entwickelt und wird zuerst für die Nokia-Modelle E72 und für E52 verfügbar sein. Künftig will Nokia diese Anwendung auch auf einigen Geräten – wie zum Beispiel auf dem frisch angekündigten E5 – vorinstallieren.

Nokia schmiegt sich mit dem Communicator Mobile näher an Microsoft, um im Business-Umfeld besser gegen den BlackBerry konkurrieren zu können.
Nokia schmiegt sich mit dem Communicator Mobile näher an Microsoft, um im Business-Umfeld besser gegen BlackBerry konkurrieren zu können. Quelle: Nokia.

“Mit dieser Anwendung wird die Zusammenarbeit deutlich effektiver, weil man jederzeit sehen kann, ob jemand beschäftigt ist und wie man am besten eine Konversation beginnen kann”, so Ukko Lappalainen, Vice President bei Nokia. Daneben erfülle die App alle Anforderungen, die ein Unternehmen an eine Software hat, denn sie sei sicher, verlässlich und schnell erlernbar.

Trotz einer Konkurrenz-Situation zwischen Microsoft und Nokia ist es schon seit einiger Zeit möglich, über Microsofts ActiveSync Nokia-Telefone mit dem Exchange-Server von Microsoft zu synchronisieren. Mit einigen Nokia-Geräten kann man inzwischen auch auf Windows Live Services zugreifen.

Die jüngste Vereinbarung zwischen Nokia und Microsoft stammt aus dem August 2009. Seitdem kann Microsoft auch mobile Office-Versionen auf Nokias Geräten platzieren. Mit dieser starken Verbindung zu Microsoft hofft Nokia besser mit dem Erzrivalen RIM und dessen Plattform BlackBerry konkurrieren zu können. Denn Nokia ist zwar der weltweit größte Handy-Hersteller, muss die Poleposition bei Smartphones bislang jedoch Apple und RIM überlassen.

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