Steve Jobs wettert gegen deutsche Urheberrechtsabgabe

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Am Freitag hatte Apple den Termin für den Verkaufsstart des iPad in Deutschland und kurze Zeit später auch die Preise dafür mittgeteilt. Daraufhin kam es zu einer Posse, bei der u.a. Apple-Chef Steve Jobs die neue deutsche Urheberrechtsabgabe auf PCs rügte.

Wie Apple Freitagabend mitteilte, wird das iPad ab dem 28. dieses Monats in Deutschland und der Schweiz verkauft. Vorbestellungen werden ab heute, den 10. Mai entgegengenommen. Und dann der Schock zum Wochenende: Das Tablet sollte in Deutschland 15 Euro mehr kosten als in den übrigen europäischen Ländern. Als hätten wir mit den Griechen nicht schon genug am Hals, jetzt müssen hiesige Apfelfreunde auch noch ihren Lieblingskonzern sanieren – als ob der das nötig hätte!

Die Kollegen von Chip.de brachten das Wehklagen auf den Punkt als sie schrieben: “Nirgendwo auf der Welt wird das iPad mehr kosten, als in Deutschland.” Von bitterer Enttäuschung war die Rede.

499 Euro kostet das iPad beispielsweise in Italien. In Deutschland sollten aber 515 dafür fällig werden. Erbost ob der gewaltigen Ungerechtigkeit wandten sich potentielle Käufer an den Guru des Konzerns, und siehe da, er antwortete: “Blame your government. Germany just added a new copyright levy for computers”, erklärte CEO Steve Jobs in einer Mailantwort an einen “fscklog-Leser”. Tatsächlich verlangen die Verwertungsgesellschaften 15,19 Euro als Urheberrechtsabgabe auf einen PC ohne Brenner.

Doch dann eine neuerliche Wendung im schicksalhaften Kampf um 15 Euro für ein Gerät, dass niemand wirklich braucht: Heute morgen, als die Vorbestellungen für das iPad entgegengenommen wurden, fanden die Interessenten eine neue Preisangabe vor: 499 Euro für die “originale” Wifi-Variante mit 16 Gigabyte Flash-Speicher. Genau wie in Italien und den anderen europäischen Ländern.