Teurer Eintrag auf Twitter

EnterpriseMarketingNetzwerk-ManagementNetzwerkeSoziale Netze

Einem Flughafen (vermeintlichen) mit einer Bombe mittels Tweet zu drohen, ist keine gute Idee. Ein 26-jähriger Brite ist deshalb am Montag in Nordengland zu einer Geldstrafe von 1000 Pfund (1160 Euro) verurteilt worden. Er hatte im Januar über den Microblogging-Dienst Twitter angekündigt, dass er den Flughafen in die Luft sprengen werde, sollte sich sein Flug wegen Schneefalls verzögern.

Bereits im Januar war der Brite verhaftet worden. Der junge Mann beharrte während der Gerichtsverhandlung darauf, dass das Ganze nur ein Scherz gewesen sei. Das sahen die Richter des Doncaster Magistrates Court in Nordirland allerdings anders und verurteilten ihn zu der Geldstrafe, berichtet der Nachrichtendienst Futurezone. Richter Jonathan Bennett sagte, die Nachricht sei in der heutigen Zeit von einer “bedrohlichen Beschaffenheit”.

Bei dem Flughafen handelte es sich um den Robin Hood Airport in der Nähe von Doncaster. Der Flughafen war zum Zeitpunkt des Twitter-Eintrags gerade wegen starken Schneefalls gesperrt. Der Verurteilte fürchtete, dass seine Reisepläne gestört werden könnten.

“Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dass Robin Hood jemals auf Twitter schauen oder diese Nachricht ernst nehmen würde, weil es eine harmlose Übertreibung war”, so der Brite. Die Nachricht hatte ein Angestellter des Flughafens wenige Tage nach der Veröffentlichung auf Twitter entdeckt, und der Sicherheitsdienst übergab die Nachricht der Polizei. Der Brite wurde noch vor seinem Abflug festgenommen. Zudem verlor er auch seinen Job bei einer Autovermittlung.