Microsoft beerdigt digital

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In der vergangenen Woche öffnete das Forschungszentrum von Microsoft im nördlich von London gelegenen und für seine Uni bekannten Cambridge seine Pforten für Journalisten. Tim Ferguson von silicon.com hat sich die neusten Tüfteleien der Briten angesehen.

Fotogalerie: Microsoft-Forschung in Cambridge

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Unter den Forschungsansätzen ist auch das Projekt ‘Heirlooms’, eine Art “digitales Erbe”. Dabei werden alle Bilder, Briefe und sonstigen Dokumente eines Verstorbenen digitalisiert und so für die Hinterbliebenen konserviert. Nachdem die Dokumente in einem Zeitrahmen erfasst wurden, können sie später in digitalen Bilderrahmen präsentiert werden. Oder interaktiv am Rechner durchgeklickt werden.

Dazu könnte ein Bildbetrachter dienen, der mit einer Festplatte (oder anderen Speicherformen) vernetzt ist. Der Rechner erkennt das Bild anhand entsprechender Markierungen und bietet dem Betrachter Zugang zu weiteren ähnlichen Dokumenten aus dem Speicher.

Der Speicher könnte auch aus dieser speziellen Backup-Box bestehen. Sie sammelt alle Einträge einer bestimmten Person im Internet – sei es in Blogs, Twitter, Facebook oder sonstwo. Diese von den Microsoft-Forschern entwickelte Backup-Box funktioniert auch ohne angeschlossenen Bildbetrachter und lässt den Anwender per Touchscreen durch die Bilder und Texte browsen.

Ein anderes vorgestelltes Projekt hört auf den Namen ‘SenseCam’. Es wurde bereits von dem in Oxford beheimateten Hersteller von Digitalkameras Vicon in Lizenz genommen. SenseCam soll vor allem dementen Personen helfen, sich im Alltag zu Recht zu finden. Dazu werden von der am Körper getragenen Kamera ständig Aufnahmen gemacht. Am Ende des Tages kann die betreffende errinnerungsschwache Person sich ansehen, was sie denn eigentlich die ganze Zeit so gemacht hat.

Beim ‘Path of Go’-Projekt handelt es sich um eine selbstlernende Software, vorgesehen für die Xbox, die auch Wahrscheinlichkeitsberechnungen in ihre Kalkulationen mit einbezieht. Konkret ist e seine Art Go-Computer, also ein Rechner, gegen den man das in Asien beliebte “Go” spielen kann. Es ist von den Berechnungen her noch anspruchsvoller als Schach.