Infineon gibt Preisabsprachen zu

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Neun Speicherchiphersteller haben sich nach einem Medienbericht wegen illegaler Preisabsprachen bei DRAM mit der EU-Kommission auf einen Vergleich geeinigt. Darunter ist auch Infineon.

“Die Entscheidung wird noch diese Woche, voraussichtlich am Mittwoch, besiegelt”, zitiert die Financial Times Deutschland (FTD) einen Insider. Insgesamt hätten die Kartellpartner Geldbußen in Höhe von 300 Millionen Euro akzeptiert. Außer Infineon waren an den Preisabsprachen angeblich Elpida, Hitachi, Hynix, Micron Technology, Mitsubishi Electric, Nanya, NEC, Samsung Electronics und Toshiba beteiligt.

Micron geht aufgrund einer Kronzeugenregelung allerdings straffrei aus, da es das Kartell angezeigt hatte. Ein Infineon-Sprecher erklärte gegenüber der FTD, dass man bereits Rückstellungen für etwaige Zahlungen gebildet habe. Die Kartellstrafe habe somit keinen negativen Einfluss auf das Jahresergebnis.

Dem Bericht zufolge ist es der erste Kartellfall, den die EU-Kommission nach dem im Sommer 2008 eingeführten Vergleichsverfahren beilegt. Das Verfahren soll die Dauer der Ermittlungen verkürzen. Bekennt sich ein Unternehmen illegaler Preisabsprachen schuldig, können die europäischen Wettbewerbshüter die Strafe um ein Zehntel reduzieren. Theoretisch drohen für Kartellvergehen Geldbußen in Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.