Alles in Echtzeit bei der SAP

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Vom trägen ERP-Anbieter für Großunternehmen war auf der diesjährigen SAP-Hausmesse Sapphire nichts zu spürten. Die Walldorfer Manager stilisierten sich mit In-Memory-Technik zum Anbieter für künftige Echtzeitunternehmen und beschworen wiederholt die Bedeutung mobiler Endgeräte.

Eigentlich hätte die Sapphire ein Neustart für Business ByDesign werden sollen. Bislang ist das vor knapp drei Jahren angekündigte Online-ERP-System weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Statt der erwarteten 10.000 mittelständischen Anwender konnte man bislang weltweit nur ganze 100 gewinnen. “Kontrolliertes Wachstum”, nennt das Rupert Kaufmann, Global Vice-President für Business ByDesign allen Ernstes.

Er räumt allerdings ein, die Erfahrung gemacht zu haben, dass mittelständische Kunden ebenso, wenn nicht anspruchsvoller sind als Konzernkunden. Außerdem war es nötig, Multi-tenant-Funktionalität einzubauen, damit genug Kunden auf einem System arbeiten können, damit die Dienstleister (SAP oder ein Partner) damit tatsächlich Geld verdienen können. Auch hat es immer an Spezialfunktionen für die tief in ihre Branchen und Subbranchen eingebundenen Mittelständler gefehlt. So wird die neue Version 2.5 nur als Software-Developer-Kit für die Partner ausgeliefert, die damit das System um komplette Funktionen ergänzen können. So war mehrfach zu hören, dass Kunden ein Modul für die Gehaltsabrechnung vermissen.

Schließlich sind die analytischen Funktionen von Business ByDesign nicht nur um In-Memory-Funktionen erweitert worden, sondern werden zudem auch als iPad-App angeboten. Damit erfüllt sich der Wunsch von Co-Chef McDermott, dass er und andere Top-Manager ihr Entscheidungen auf Basis von Echtzeitdaten von überall auf der Welt mit jedem beliebigen Endgerät treffen können.

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