Tony Blair geht ins Silicon Valley

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Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair geht ins Silicon Valley. Er steigt als Senior Berater bei der Risikokapitalfirma Koshla Ventures ein. Das Unternehmen unterstützt Start-ups, die sich im Bereich Cleantech engagieren. Firmen also, die mit ihren Lösungen dem Spagat zwischen Effizienz und Klimaschutz versuchen.

“Je mehr ich mich mit dem Klimawandels beschäftigt habe, im Zusammenhang mit Sicherheits- und Entwicklungsfragen, desto überzeugter bin ich, dass Technologie die Antwort ist”, zitiert die New York Times Tony Blair. Tony Blair setzt sich seit seinem Ausscheiden aus dem Amt des britischen Premiers 2007 sehr für den Kampf gegen den Klimawandel ein – und hat damit ähnlich wie Al Gore ein neues Betätigungsfeld gefunden.

Bei Koshla Ventures soll er nun Cleantech-Unternehmen bei ihrem Weg auf die internationalen Märkte unterstützen. Zum Beispiel könne er einer der Firmen dabei helfen, eine Demonstrationsanlage in einem bestimmten Land zu bauen.

Der Gründer von Koshla Ventures, Vinod Khosla, sagte, Technologie-Profis würden oft unterschätzen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit Politikern sei. “Tony Blair wird uns auf vielen Gebieten helfen, die wir als Tech-Nerds im Silicon Valley nicht verstehen und deren Bedeutung wir nicht richtig einschätzen”, zitiert das Branchenportal Cleanthinking Koshla.

Der Unternehmer hat 2004 seine eigene Risikokapitalfirma gegründet, nachdem er beim Venture-Kapitalisten Kleiner Perkins & Byers ausgestiegen war. Seitdem konzentriert er sich auf Cleantech-Startups, vor allem auf solche, die sich auf alternative Energiegewinnung konzentrieren.

“Wir kümmern uns nicht so sehr um Dinge, die sich schrittweise entwickeln. Wir sind auf der Suche nach dem Stoff, aus dem die Träume sind.”