SAP konkretisiert Übernahme von Sybase

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Der Walldorfer Softwarekonzern hatte Mitte Mai mitgeteilt, den Spezialisten für mobile Datendienste Sybase, übernehmen zu wollen. John Chen, CEO von Sybase enthüllte nun Details über den Deal.

Wie bereits vor zwei Wochen angekündigt, hat SAP 65 Dollar je Sybase-Papier geboten. Nach einem Bericht von Dow Jones Deutschland bewertet Sybase das Angebot mit rund 5,8 Milliarden Dollar. Wenn das Angebot nicht verlängert wird, endet es laut SAP am 1. Juli 2010, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Walldorfer wollen die Übernahme durch liquide Mittel sowie einen Kredit in Höhe von 2,75 Milliarden Euro finanzieren.

Mit der Übernahme will die SAP ihre Position im Bereich mobile Datennutzung verbessern und mit der mobilen Plattform von Sybase die Zahl der potenziellen Kunden deutlich erhöhen. Sybase bietet Lösungen wie beispielsweise festinstallierte und mobile Datenbanken sowie Software für Verschlüsselung und Endgeräte-Verwaltung.

Der Sybase-CEO John Chen hatte sich gegenüber dem US-TV-Sender Bloomberg zu den Übernahmeverhandlungen geäußert. Demnach habe man bei Sybase das erste Angebot von SAP abgelehnt, weil dieses zu niedrig gewesen sei. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Dublin hattet spekuliert das SAP noch ein zweites Angebot nachlegen würde. Damit hatte Sybase dann auch recht. Laut Chen lag das zweite Übernahmeangebot des deutschen Softwareunternehmens um 350 Millionen Dollar über dem ursprünglichen Angebot.

SAP plane nach Abschluss des Angebots die Verschmelzung einer Tochtergesellschaft mit Sybase, infolge derer die verbliebenen Sybase-Aktionäre den gleichen Preis wie im Übernahmeangebot erhalten sollen, hieß es am Mittwoch von SAP.

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