Roboter statt Baywatch-Schönheiten

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Eigentlich spricht alles für ‘Emily’. Sie ist clever, schlank, wendig und vor allem schnell – schneller als alle anderen in ihrem Job. Ihr Einsatzgebiet sind die Strände von Malibu, beziehungsweise das Meer vor Malibu. Denn Emily ist ein Rettungsroboter, eine Art Pamela-Anderson-Ersatz. Bislang aber reicht sie nicht an das Original heran.

Entwickelt wurde der Rettungsroboter von der US-Firma Hydronalix. Knallrot und länglich erinnert Emily (Emergency Integrated Lifesaving Lanyard) etwas an die Rettungsbojen aus der Fernsehserie Baywatch. Dann hört die Ähnlichkeit aber schon auf.

Emily ist ferngesteuert und kann sechsmal schneller heranbrausen als ein menschlicher Rettungsschwimmer. Derzeit wird sie wie eine automatische Rettungsboje eingesetzt. Sieht der Retter an Land, dass ein Schwimmer in Not ist, wirft er Emily ins Wasser. Der Roboter fährt zu dem Schwimmer, der sich an einer Leine, die rund um den Schwimmroboter gespannt ist, festhält. Dann bringt Emily ihn zurück an Land.

Emily
Nicht sexy, aber effektiv. Emily im Einsatz.
Foto: Hydronalix.com

Ab dem kommenden Jahr ist der Einsatz von autonomen Robotern geplant. Mit Hilfe von Sonar-Sensoren soll Emily Ertrinkende im Wasser aufspüren. Dabei sucht das Sonar unter Wasser nach typischen Bewegungen, die ein Schwimmer in Seenot macht. Dabei kann Emily auch bei starkem Seegang oder durch die Brandung manövrieren.

Experten diskutieren noch wie ein sowieso schon panischer Ertrinkender auf einen robotischen Retter reagiert. Emily ist deshalb mit Kamera und Lautsprecher ausgestattet, damit Rettungsschwimmer wenigstens aus der Ferne beruhigend auf den Schwimmer in Not einwirken können. So wird die Person angewiesen, ob sie auf menschliche Hilfe warten oder sich vom Roboter in Sicherheit bringen lassen soll.