Massiver Aktienrückkauf bei Yahoo

Management

Der Internetkonzern Yahoo plant einen milliardenschweren Aktienrückkauf. Hintergrund ist vermutlich, dass das seit Jahren schwächelnde Unternehmen seine Aktionäre bei Laune halten will – denn ein solche Rückkaufaktion lässt typischerweise den Aktienkurs steigen, weil sie den Gewinn pro Anteilsschein erhöht.

Yahoo hat schon vor Jahren im Online-Werbemarkt den Anschluss an den übermächtigen Marktführer Google verloren. Nach langem Gezerre um eine mögliche Übernahme rettete sich Yahoo vor einem Jahr in eine Kooperation mit Microsoft,
die wieder Geld in die klammen Kassen gespült hat. Mit einem Gewinn von über 300 Millionen Dollar konnte der Internetkonzern sein Ergebnis im ersten Quartal 2010 im Jahresvergleich verdoppeln.

Andere Unternehmen wie Microsoft haben in der Vergangenheit Aktienrückkäufe auch dazu genutzt, um übergroße Bargeldreserven abzubauen – ein solcher Hintergrund dürfte bei Yahoo nach der langen Durststrecke des Konzerns aber eher unwahrscheinlich sein.

Denn trotz des jüngsten Aufwärtstrends hatte Yahoo die Anleger wenn überhaupt immer nur kurzfristig begeistern können. Das liegt vor allem auch daran, dass die Erwartungen überdurchschnittlich hoch sind. Selbst auf exzellente Bilanzzahlen von Google reagierten die Anleger verhalten.

Yahoo hofft vermutlich, mit dem Rückkauf seinen Anteilscheinen nachhaltigen Schwung zu verleihen. Die Hauptversammlung segnete ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar ab, das in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden soll.