Warten auf Brüssel: SAP verlängert Sybase-Übernahme

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Warum soll es SAP anders ergehen als dem Konkurrenten Oracle? Jetzt muss auch Walldorf erfahren, was es heißt auf das OK der Wettbewerbskommission in Brüssel warten zu müssen.

Jetzt hat SAP angekündigt, das Übernahme-Angebot des Spezialisten für mobile Anwendungen bis zum 16. Juli zu verlängern. Gleichzeitig erklärt SAP, dass sich an der 5,8 Milliarden Dollar schweren Übernahme nichts ändern werde. Mit Sybase-Technologie hofft SAP die eigenen ERP- und BI-Produkte auch auf mobilen Geräten verfügbar zu machen.

SAPs ursprüngliches Angebot galt bis zum 1. Juli. Das Unternehmen hatte die EU offiziell am 16. Juni von den Übernahmeplänen informiert. Von diesem Datum an hat die EU 25 Werktage Zeit, die Übernahme zu prüfen. Diese Frist läuft am 22. Juli aus. Natürlich hat die EU auch die Möglichkeit, die Überprüfung früher zu beenden.

Am 24. Juni hatte die EU Meinungen von Betroffenen und interessierten Verbänden und Organisationen angefordert und hier eine Antwortfrist von zehn Tagen eingeräumt. Bislang haben sich Kritiker der Übernahme nicht öffentlich zu Wort gemeldet. Anders als bei der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle, wo vor allem aus dem Open-Source-Lager Bedenken wegen der künftigen Unabhängigkeit MySQLs angemeldet wurden.

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