Warum kauft EMC das Data Warehouse Greenplum?

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Der Storage-Platzhirsch EMC schnappt sich mit Greenplum eine tief hängende Frucht, die aber alles andere als grün ist. Wie viel EMC für den Datawarehouse-Spezialisten bezahlen muss, ist nicht bekannt.

Jedoch werde EMC die Übernahme ausschließlich mit Barmitteln bestreiten und damit laut eigenen Angaben “den Grundstein für einen neuen Data-Computing-Produkt-Bereich in EMCs Information Infrastructure Business legen.”

Greenplum gilt als eine Art Trendsetter für analytische Prozesse und verwendet dafür ausschließlich eigene Technologien. Pat Gelsinger, President und COO bei EMC, kommentierte: “Die Welt des Data Warehousing steht vor einem Wandel.” Und schon heute würden Anwender von der Kombination der Private-Cloud-Infrastruktur und der Technologie von Greenplum profitieren. Zu Greenplum-Anwendern zählen zum Beispiel die Börsen NASDAQ OMX und NYSE Euronext sowie Provider wie Skype oder T-Mobile.

Oracle kauft Sun, um als Anbieter der Data-Warehousing-Lösung Exadata eigene Hardware zu bekommen. EMC geht als Anbieter von Storage-Hardware und Infrastruktur jetzt den umgekehrten Weg und integriert einen Software-Anbieter.

Diese Übernahme könnte der Startschuss für eine neue Konsolidierungswelle im Bereich Data Warehousing sein. “Auf diese Weise wird EMC zu einer der wenigen Anbieter von Data-Warehouse-Appliance, die aus dem eigenen Portfolio einen kompletten Stack aus Software und Hardware anbieten können”, so der Forrester-Analyst James Kobielus in einem Blog. Damit reiht sich EMC als DW-Appliance-Anbieter in die Liga von IBM, HP und Oracle ein.

Da sich EMCs Cloud-Angebot und die Enterprise Data Cloud von Greenplum teilweise überschneiden, kann EMC nicht nur eine ergänzende Technologie erwerben, sondern bringt gleichzeitig noch einen Konkurrenten aus dem Weg, der in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuspruch von Kundenseite erfahren hat.

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