Die Deutsche Telekom hat einen Benimm-Ratgeber für das Web 2.0 entwickelt. Die Experten des Konzerns arbeiteten dafür nach einem Bericht der Welt mit dem Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft zusammen. Ein halbes Jahr lang ergründeten sie das Benehmen in der digitalen Welt.
Und offenbar liegt da einiges im Argen. “Das Internet hat unser menschliches Miteinander auf den Kopf gestellt”, sagt Raimund Schmolze, Psychologe und Leiter des Creation Centers der Deutschen Telekom. Allenthalben haben sich schlechte Manieren eingestellt. “Viele davon bemerken wir noch nicht einmal.”
In Workshops mit Teilnehmern aus 12 Nationen ergründeten die Wissenschaftler das Benehmen in der digitalen Welt. Dabei tauchten jede Menge Fragen auf: Darf ich eine Facebook-Kontaktanfrage meines Chefs ablehnen? Bin ich unhöflich, wenn ich im Restaurant mein Handy auf den Tisch lege? Wo sollte ich besser nicht mit dem Handy telefonieren? Ist es Stalking, wenn ich meine Verabredung vor dem ersten Rendezvous google? Warum wird eigentlich das persönliche Gespräch meistens unterbrochen, wenn das Bürotelefon klingelt?
Die Forscher haben nun 101 Benimmregeln aufgestellt, die es erleichtern sollen, sich auf digitalem Parkett zu bewegen. Einige Beispiele: Stelle nur Bilder ins Netz, die Deine Mutter freigeben würde. Nur ‘R2D2′ darf eine Beziehung digital beenden. Lege Dein Handy in Restaurants immer mit dem Display nach unten auf den Tisch. Sobald eine Tischdecke ausliegt sollte das Telefon in der Tasche bleiben.
drucken
Neuester Kommentar
3 Kommentare zu Deutsche Telekom bringt Knigge für das Web 2.0
Link?
Guten Tag,
ein Link zu dem vollständigen Knigge wäre sehr hilfreich. So bleiben viele Fragen unbeantwortet und der Artikel ist wenig hilfreich.
Schönen Tag
Bock zum Gärtner oder wie…
Will mir die Telekom was von Benimmregeln erzählen… Das schlägt dem Fass den Boden aus!
Links zur eEtiquette
Die 101 Leitlinien kann man nachlesen und als Buch bestellen auf der Website: http://www.eetiquette.de
Mitdiskutieren, kommentieren und verfolgen kann man das Projekt außerdem auf Facebook (facebook.com/eEtiquette), bei Twitter (twitter.com/101eE), youtube und flickr.