Neuer Microsoft Deutschland-Chef: “Wir waren zu gut”

EnterpriseJobsManagementProjekteSoftwareSoftware-Hersteller

Microsofts neuer Deutschland-Chef Ralph Haupter ist seit rund zehn Wochen im Amt – einen Großteil davon war er in Deutschland unterwegs. Durch den Wechsel vom COO zum CEO hat sich für ihn vieles geändert – einiges davon habe ihn selbst überrascht, berichtet er im ausführlichen Interview mit silicon.de.

silicon.de: Sie sitzen seit zwei Monaten im Chefsessel von Microsoft Deutschland – wie fühlt es sich an?

Ralph Haupter: Sehr gut! Mir kommt zugute, dass ich bereits drei Jahre Erfahrung bei Microsoft Deutschland als Chief Operating Officer mit der Verantwortung für das gesamte Marketing und für die Produkthäuser sammeln durfte. Da hat man die Chance, das Unternehmen in einer großen Breite kennenzulernen. Von daher fühlt es sich gut an, es läuft die letzten zwei Monate sehr gut für mich.

silicon.de: Ihr Vorgänger Achim Berg hat ordentlich vorgelegt. Er hat den deutschen Standort nicht nur sicher durch die Finanzkrise manövriert, sondern die Bundesrepublik zum drittgrößten Markt für das Unternehmen gemacht. Mit was wollen sie das toppen?

Ralph Haupter: Ach, wir haben schon noch ein paar Ideen, wie wir das toppen können. Denken Sie nur an die vielen Produkte, die aktuell auf den Markt kommen und sich an Consumer richten: Ein runderneuertes Hotmail mit kostenlosen Office Web Apps oder 25 Gigabyte Speicherplatz in der Wolke. Zur Weihnachtszeit erwarte ich zudem eine Welle rund um Windows Phone 7. Das ist für uns ein extrem wichtiger Baustein in der Strategie. Wir sind überzeugt, dass sowohl Consumer aber auch Unternehmen Technologie bevorzugen, die sie über die drei wesentlichen Plattformen benutzen können, also über eine Anwendung auf dem PC, den Browser als Cloud-Lösung und – als drittem Baustein – über das Smartphone. Und hier kommt Windows Phone 7 ins Spiel.

Ralph Haupter
“Gut gelaufen”: Microsofts neuer Deutschlandchef ist zufrieden mit seinem Einstand.
Foto: Microsoft