“Hello, Everybody” – 35 Jahre Apollo-Sojus Projekt

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Kosmonauten und Astronauten schüttelten sich zum ersten Mal vor 35 Jahren im Orbit die Hände und beendeten damit das Wettrüsten im All, das eine Folge des Kalten Krieges war. Bis zu dieser Kooperation hatten beide Staaten eher gegeneinander als miteinander an der bemannten Raumfahrt gearbeitet.

“That’s one small step for man, one giant leap for mankind”, mit diesen berühmt gewordenen Worten kommentierte Neil Armstrong seinen ersten Schritt auf dem Mond. Das einige Jahre später im gebrochenen Englisch hervorgebrachte “hello, everybody” aus dem Munde von Valery Kubasov ist zwar heute weitgehend in Vergessenheit geraten, dennoch markieren diese Worte einen ähnlich großen Schritt für die Menschheit: Mit dem gemeinsamen Apollo-Sojus Test Project machen die USA und die Sowjetunion ebenfalls einen gigantischen Schritt – und zwar aufeinander zu.

Kubasov ist mit Aleksey Leonov ein Crew-Mitglied der bemannten russischen Raumfähre Sojus. Und mit “hello, everybody” antwortete er auf den Gruß des Apollo-Commander Thomas Stafford.

Einige Stunden nach diesem ersten Sichtkontakt am 17. Juli 1975 werden die beiden Raumfähren der konkurrierenden Staatsysteme über ein Docking Module – einem Adapter – zusammengeschlossen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt koppeln sich im Orbit zwei Raumschiffe der unterschiedlichen Nationen für einige Stunden. Aufgrund unterschiedlicher Luftgemische in den beiden Kapseln diente das Modul als Luftschleuse.

Nach drei Stunden kann die Luke geöffnet werden und Thomas Stafford schüttelt dem Kosmonauten Alexey Leonov die Hände.

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