Google zieht den Stecker für Wave

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Am Ende war das Interesse zu gering. Google wird die Kommunikationsplattform Wave nicht weiterbetreiben. Vor fast genau einem Jahr hatte der Konzern den Kollaborations-Dienst auf der Hausmesse I/O der Öffentlichkeit präsentiert und als Revolution der E-Mail gefeiert.

Nun heißt es in einer Mitteilung von Google, die Akzeptanz der Nutzer sei hinter den Erwartungen des Konzerns zurückgeblieben. Das Angebot wird noch bis zum Ende des Jahres bestehen bleiben, dann wird Google Wave als eigenständiger Dienst eingestellt.

Die zentralen Komponenten des Systems wie das Kommunikationsprotokoll seien ohnehin unter Open-Source-Lizenzen gestellt und würden in anderen Google-Projekten weiterentwickelt, hieß es. Auch Drittanbieter könnten Wave anbieten und weiter daran arbeiten. Google würde auch an Werkzeugen arbeiten, mit denen es Wave-Nutzern möglich sein werde, ihre Inhalte einfach aus dem System zu “befreien”, so Google Technik-Chef Urs Hölzle.

Am Anfang war die Begeisterung für Google Wave groß gewesen, ein Dienst, der sich nur schwer in Worte fassen lässt. Es handelt sich um eine Art “E-Mail-Chat-Bild-Wiki-Programm”. Wie in einer Chat-Software könnte auf einen Satz, ein Wort oder ein Bild Bezug genommen werden, ohne dass E-Mails komplett oder teilweise hin und her geschickt werden müssen.

Viele Nutzer probierten diese neuartige Form der Online-Zusammenarbeit aus, auch erste Hersteller sprangen auf den Zug auf. Sie alle stellten aber offensichtlich schnell fest, dass Wave keinen wirklichen zusätzlichen Nutzen bringt. Der Hype flaute schnell ab, ebenso schnell hat Google jetzt die Konsequenzen gezogen.

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