EU klinkt sich in Kartellverfahren gegen Apple ein

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Wenige Woche nachdem in den USA die Federal Trade Commission (FTC) ein Kartellverfahren gegen Apple eingeleitet hat, will auch die EU die Geschäftspraktiken von Apple untersuchen. Im Fokus steht der App Store.

Nach einem Bericht der New York Post werden sich die Wettbewerbshüter in Brüssel an den Untersuchungen der FTC beteiligen. Durch die Beteiligung der EU könnten die Untersuchungen demnach weitere vier bis sechs Monate dauern, bevor offizielle Ergebnisse genannt werden.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht nach dem Bericht vor allem das Developer Agreement des App Store – eine offizielle Bestätigung von den Ermittlern gibt es aber dafür nicht. Zu den Bedingungen, die Entwickler für den App Store akzeptieren müssen, zählt auch seit einiger Zeit, dass keine Werkzeuge von Drittanbietern verwendet werden dürfen.

Eines der prominentesten Beispiele ist der Streit um Adobe Flash: Adobe hatte eine Software entwickelt, mit der sich Flash-Anwendungen auf das iPhone portieren lassen. Das Anbieten dieser portierten Software würde nach dem aktuellen Stand gegen das Developer Agreement verstoßen.

Die Beteiligung der EU lässt Adobe und andere Unternehmen wieder hoffen, dass sie sich vielleicht doch noch an der erfolgreichen Plattform von Apple beteiligen können. Denn die EU ist für ihr gerade im Vergleich zu den USA hartes Vorgehen gegen Wettbewerbsverstöße bekannt. Die FTC ermittelt seit Juni gegen Apple.

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