Microsoft beerdigt das iPhone

EnterpriseMobileProjekteSoftwareSoftware-Hersteller

Windows Phone 7 steht kurz vor dem Launch und bei Microsoft ist man überzeugt, mit dem neuen mobilen Betriebssystem die lange Durststrecke auf dem Smartphone-Markt zu beenden. Die Konkurrenz erklärt der Konzern deshalb jetzt schon für tot – mit einer reichlich bizarren Aktion.

Offiziell war das Ganze lediglich ein internes Event – das zumindest sagte Microsoft in einem offiziellen Statement gegenüber unserer Schwesterpublikation CNET.com. Der farbenfrohe Leichenzug für iPhone und Blackberry über den Firmen-Campus war dann aber wohl doch zu gut organisiert, um spontan zu sein.

Fotogalerie: Microsoft beerdigt das iPhone

Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Zu sehen sind zahlreiche, bildliche Seitenhiebe gegen die Konkurrenz, der symbolisch das letzte Geleit gegeben wird. Begleitet von einem Dudelsack-Trauermarsch trugen Microsoft-Mitarbeiter ein übergroßes Papp-iPhone hinter einem Leichenwagen zu Grabe – auch ein Blackberry-Nachbau war Zwangsgast der Beerdigung.

Insgesamt hatten die Angestellten rund ein Dutzend – meist farbenfrohe –
Festumzugsanhänger gebastelt, mit denen sie in einer Art Mini-Karnevalsumzug über den Firmen-Campus in Redmond zogen. Motto: “Die Windows-Phone-7-Plattform begräbt die Konkurrenz.” Als Höhepunkt führten die Software-Experten als Zombies verkleidet den Tanz aus Michael Jacksons Video zu dem Song “Thriller” auf.

Grund für die morbide Freude: Windows Phone 7 habe den RTM-Status erreicht, sei also “Released to Manufacturing”. Die Software wird damit ab sofort an die Handy-Hersteller ausgeliefert, die jetzt mit der Produktion der ersten Windows-Phone-7-Handys beginnen können.

Tatsächlich sind die Microsoft-Mitarbeiter übrigens eigentlich alles andere als iPhone-Hasser. Rund 10 Prozent der Belegschaft – und damit 10.000 Angestellte – besitzen das Kult-Handy, wie seit März bekannt ist. Weil das aber nicht gerne gesehen ist, lassen die Mitarbeiter ihr iPhone gerne in der Tasche, wenn sie beispielsweise in die Kantine gehen, zu einer Besprechung müssen – oder auf eine Beerdigung.