Intel öffnet eigenen App Store

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Neben einem neuen Software-App-Store hat der Hersteller auf dem Intel Developer Forum in San Francisco auch neue Atom-Prozessoren vorgestellt.

Intel hat große Pläne. Das Unternehmen will sich künftig sozusagen ‘ganzheitlich’ präsentieren. Ein Schritt in diese Richtung könnte auch das neu vorgestellte Intel AppUpSM Center sein, in dem Verbraucher und Anwender kostenlose und kostenpflichtige Anwendungen für Unterhaltung, Social Networking und Produktivität über einen Browser herunterladen können, die für ein Netbook optimiert sind.

Neben verschiedenen Adobe AIR-Anwendungen sind unter anderem auch Applikationen von Barnes&Nobel, Gibson Guitars oder Accuweather verfügbar. In den USA, Großbritannien und Indien will Intel zudem den Shop in Kooperation mit Händlern auf Netbooks vorinstallieren lassen.

James lud auch Entwickler ein, für den neuen Intel-App-Shop Anwendungen zu schreiben. Weitere Anreize bietet das Intel AppUp Developer Program. Ein weiterer zentraler Baustein der Intel-Strategie sind offene Betriebssysteme wie MeeGo von Intel und Nokia, das unter dem Dach der Linux Foundation entwickelt wird. Diese Plattform ermöglicht Entwicklern die Programmierung neuer und innovativer Anwendungen. Hier soll es ab Oktober eine MeeGo-Runtime geben, die die Anwendungsentwicklung für MeeGo-basierte Geräte vereinfachen soll. Solche Geräte könnten Smartphones sein, aber auch Fahrzeuge oder Haushaltsgeräte, die mit dem Internet verbunden sind.

Als Hardware-Plattform für solche vernetzten Geräte unterstrich Doug Davis, Vice President und General Manager der Intel Embedded and Communications Group die große Bedeutung der Atom-CPU. Mit Tunnel Creek stellte Intel damit auch die neuen Atom E600er-SoC-Prozessoren vor. Dieses System-on-Chip wurde speziell für Embedded-Anwendungen wie In-Vehicle-Infotainment-Systeme für Autos, Smart Grid-Geräte und IP-Telefone entwickelt, ein Bereich, der für Intel relativ neu ist.

Neu ist auch der Atom CE4200 (Codename Groveland), der unter anderem Google TV antreiben soll. Die wichtigste Neuerung ist eine Hardwareunterstützung für H.264-Encoding. Dies ermöglicht das schnelle Umrechnen von Filmen für vernetzte und mobile Geräte. Sind bestimmte Bereiche des Chips nicht ausgelastet, werden diese einfach ausgeschaltet.

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