Jäger nehmen Googles Datenleitungen unter Beschuss

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Im US-Bundesstatt Oregon kämpft Google derzeit mit einem ungewöhnlichen Problem, das das dortige Rechenzentrum des Konzerns betrifft. Jäger nehmen die Datenleitungen regelmäßig unter Beschuss. Der Konzern zieht jetzt die Notbremse.

Googles Netzwerktechniker Vijay Gill erklärte auf einer Konferenz in Sydney, dass Googles Überlandleitungen in Oregon von Jägern zerschossen werden. Die Leitungen führen in das Rechenzentrum des Konzerns bei Seattle. Besonders die Isolatoren der Stromversorgung würden die Sportschützen mit Vorliebe ins Visier nehmen. Über die Strommasten führen aber auch die Leitungen für den Datentransfer in das Rechenzentrum.

Gill geht davon aus, dass die Isolatoren vor allem aus Langeweile als Zielscheibe herhalten müssen. Besonders in der Jagdsaison im Herbst sei es regelmäßig nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Leitung heruntergeschossen werde.

Gerade in den rauen Wintern Oregons ein echtes Problem. Gill berichtete von einer Situation, in der ein Schneesturm und Lawinengefahr die Ingenieure davon abhielten, mittels Hubschrauber zur Reparatur auszurücken.

“Die armen Kerle waren drei Tage auf Langlaufskiern unterwegs und waren dabei ständig der Gefahr ausgesetzt, von einer Gewehrsalve getroffen zu werden. Das Internet ist eben gefährlicher, als man manchmal denkt”, scherzte Gill.

Um Jagdschäden und Ausfälle in dem 600 Millionen Dollar teuren Rechenzentrum künftig zu vermeiden, hat Google nach einem Bericht der IT-News nun damit begonnen, die Leitungen unterirdisch zu verlegen.

Fotogalerie: Datenautobahn am Meeresgrund

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