WeTab-Erfinder lässt Chefposten ruhen

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Nachdem WeTab-Erfinder Helmut Hoffer von Ankershoffen mit gefälschten Kundenrezensionen erneut für einen PR-Gau für den iPad-Konkurrenten gesorgt hat, zieht er nun die Notbremse. Er lässt seinen Posten als Geschäftsführer vorerst ruhen.

Nachdem der Fall zum Wochenauftakt aus der Blogger-Szene in die landesweiten Medien geschwappt war, veröffentlichte Hoffer von Ankershoffen am Montag eine offizielle Mitteilung: “Die beiden fraglichen Rezensionen auf Amazon habe ich privat verfasst ohne mich mit der übrigen Geschäftsführung oder unserer Kommunikationsabteilung abzustimmen.” Inhaltlich stehe er nach wie vor hinter dem, was er dort geschrieben habe. Ein Fehler sei es gewesen, nicht seinen eigenen Namen zu verwenden. “Dafür möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen!”

Wegen der anhaltenden Diskussion um seine Person in der Öffentlichkeit habe er sich entschieden, seine Position als Geschäftsführer der WeTab GmbH “bis auf weiteres ruhen zu lassen.” Die Vertretung nach außen werde weiterhin Tore Meyer übernehmen. Meyer ist Chef der Münchner Firma 4tiitoo und zweiter Geschäftsführer der WeTab GmbH, eines Joint Ventures zwischen seiner Firma und Neofonie. Die beiden Firmen bleiben gleichberechtigte Partner.

Nach dem Marktstart Ende September war das WeTab bei Branchebeobachtern auf viel Kritik gestoßen. Viele angekündigte Features würden noch fehlen, oder seien noch unausgereift. Umso mehr fielen zwei hymnische Kundenrezensionen bei Amazon auf. Aufmerksamen Bloggern entging aber nicht, dass sich hinter den Kundenprofilen von “Peter Glaser” und “Claudia Kaden” Helmut Hoffer von Ankershoffen und seine Frau Sandra verbargen. Beide Profile und Kommentare sind inzwischen gelöscht, aber durch Screenshots dokumentiert.

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