Apple perfektioniert MacBooks und Mac OS

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Zuckerbrot und Peitsche: Am Dienstag ätzte Apple-Chef Steve Jobs noch gegen Google, am Mittwoch gab es dann Bonbons für die Apple-Familie: zwei neue Macbook-Air-Modelle, einen Ausblick auf Mac OS X, Version 10.7 Lion, und ein Update für die Multimedia-Suite iLife.

Das Gehäuse der neuen Macbook-Air-Modelle – mit 11,6-Zoll und 13,3-Zoll – wird wie bei der bisherigen 13,3-Zoll-Variante aus einem Stück Aluminium gefräst. Gegenüber dem Vorgänger sind Bauhöhe und Gewicht niedriger. Die Höhe liegt zwischen 0,3 und 1,7 cm (bisher: 0,4 und 1,94 cm). Das Gewicht beträgt beim 11,6-Zoll-Modell 1,06 Kilogramm und bei der 13,3-Zoll-Variante 1,33 Kilogramm. Das bisher erhältliche Macbook Air mit 13,3-Zoll-Display bringt 1,36 Kilogramm auf die Waage. Somit ist das neue Modell nur geringfügig leichter.

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Beide Varianten sind lediglich mit Flashspeicher (11,6-Zoll: 64 GByte oder 128 GByte, 13,3-Zoll: 128 GByte oder 256 GByte) und Core-2-Duo-CPU erhältlich. Der Flashspeicher ist nicht in Form einer SSD verbaut, sondern als Modul direkt mit dem Logicboard verbunden. Den so gesparten Platz hat Apple für zusätzliche Akkuzellen (50 Wattstunden) verwendet. Dadurch verlängert sich die Akkulaufleistung von fünf auf sieben Stunden. Das kleinere Macbook Air ist hingegen nur mit einem 35-Wattstunden-Akku erhältlich, was aber immer noch für einen fünfstündigen Batteriebetrieb reichen soll. Zudem reicht die Akkukapazität laut Hersteller für 30 Tage Standby.

Für die 11,6-Zoll-Modelle verwendet Apple einen 1,4 GHz schnellen Prozessor, während in der 13,3-Zoll-Variante ein 1,86-GHz-Prozessor zum Einsatz kommt. Der Arbeitsspeicher beträgt standardmäßig 2 GByte und kann – anders als beim bisherigen Modell – auf 4 GByte erweitert werden. Der Aufpreis für den Ausbau beträgt 90 Euro. In der Grundkonfiguration kostet das 11,6-Zoll-Modell 999 Euro, während die 13,3-Zoll-Variante mit 1299 Euro zu Buche schlägt.

Als Anschlüsse bieten die Macbook-Air-Modelle zwei USB-Ports, einen Mini-Displayport und einen Kopfhörerausgang. Das 13-Zoll-Modell verfügt zudem über einen SD-Card-Slot. Für Netzwerkzugriffe steht lediglich ein 802.11n-WLAN-Anschluss zur Verfügung. Optional kann über USB ein Ethernet-Adapter mit 100 MBit/s genutzt werden. Wie bei anderen Apple-Notebooks sind auch die Macbook-Air-Modelle mit einem Multitouch-Trackpad ausgestattet. Als Grafikchip kommt ein Nvidia Geforce 320M zum Einsatz.

Das nächste Major Release des Betriebssystems Mac OS X, Version 10.7 Lion, soll laut Jobs im Sommer 2011 erscheinen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören Multitouch-Unterstützung und ein eigener App Store für Mac-Anwendungen. Der App Store wird laut Jobs der “beste Ort” sein, um Applikationen für das Betriebssystem zu finden. Ab November können Entwickler Anwendungen einreichen. Zudem soll es in den nächsten 90 Tagen eine Version für Mac OS X 10.6 Snow Leopard geben. Von den Einnahmen gehen 70 Prozent an Entwickler, 30 Prozent behält Apple. Nutzer können im App Store gekaufte Software auf bis zu fünf Macs installieren.

Darüber hinaus wird das neue Betriebssystem ein sogenanntes Launchpad erhalten, das – ähnlich wie beim iPad – einen einfachen Zugriff auf Programme ermöglichen soll. Es minimiert geöffnete Fenster und zeigt Anwendungen in einer bildschirmfüllenden Übersicht an. Die Programmsymbole lassen sich beliebig anordnen und gruppieren. Im App Store gekaufte Anwendungen werden automatisch im Launchpad erscheinen.