Ein Satellit entsteht

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Der neue Eutelsat-Hochleistungssatellit KA-SAT soll in den nächsten Monaten in Betrieb gehen. Wir zeigen heute, wie so ein Erd-Trabant entsteht.

Wenn der Satellit KA-SAT voraussichtlich im Dezember in den Orbit befördert wird, dann soll er neben TV und Telefon auch mobile Breitbanddatendienste ermöglichen. Der Tooway genannte Dienst soll europaweit bis zu 10 MBit Downloadraten ermöglichen, und das zu Kosten, die mit DSL 2 vergleichbar sind, heißt es von Eutelsat. Ergänzend dazu soll auf Sardinien ein Teleport entstehen, über den dann die gesamte Steuerung des Dienstes ablaufen soll.

Doch bevor der etwa lastwagengroße Koloss in eine Erdumlaufbahn gelangen kann, muss er noch eine Reihe von Tests über sich ergehen lassen. In unserer Bildergalerie sind nicht nur die inneren Komponenten des Satelliten zu sehen, sondern auch einige Tests, bei denen das empfindliche Gerät durchgeschüttelt und auf unter 100 Grad abgekühlt wird.

Fotogalerie: Die Kinderstube der Satelliten

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Noch arbeitet EADS an dem Satelliten. Aber schon in den nächsten Wochen könnte er sich auf die Reise auf den Weltraumbahnhof Kourou machen. Der Betreiber Eutelsat hofft mit diesem neuen Satelliten verbraucherorientierte Internet-via-Satellit-Dienste erschwinglich zu machen. Ermöglich soll das eine völlig neue Gateway-Architektur. Dabei sind über ganz Europa insgesamt acht Gateways installiert, die allesamt über einen Glasfaserring verbunden sind. Betrieben werden sie von Skylogic. Auch in Norddeutschland nahe der polnischen Grenze soll so ein Gateway errichtet werden.

So könnte KA-SAT demnächst im Orbit aussehen. Die Solarflügel messen 40 Meter. Quelle: EADS Astrium
So könnte KA-SAT demnächst im Orbit aussehen. Die Solarflügel messen 40 Meter. Quelle: EADS Astrium

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