Windows Phone 7 kommt mit ‘Kill Switch’

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Microsoft will Google oder Apple nichts dem Zufall überlassen. Mit einem so genannten Kill Switch kann Microsoft gegebenenfalls eine Anwendung über Fernzugriff auf allen Geräten entfernen.

In Android wie im iPhone gibt es ebenfalls eine Funktion, mit der die Betreiber eine Anwendung aber auch virtuelle Schädlinge von den mobilen Plattformen entfernen können. Man spricht dabei von einem Kill Switch.

In einem Interview mit der britischen PC-Pro bestätigte Microsoft dass auch im Windows Phone 7 ein derartiger Switch enthalten sei. Legt nun Microsoft den Schalter bei einer bestimmten Anwendung um, verschwindet diese unwiederbringlich vom Handy. Der Nutzer brauch dabei nichts tu tun. Anderseits ist er auch gegen diese Abschaltung machtlos.

Wie im App Store von Apple können sich die Anwender des Windows Phone 7 im Marketplace Anwendungen auf ihr Windows-Handy herunterladen. Zwar prüfen Microsoft, Apple und Google die Programme, bevor sie im Store zugelassen werden. Doch bei der stetig wachsenden Zahl von Apps wächst auch die Gefahr, dass eine verseuchte oder bösartige App im Store zugelassen wird. Für diese Fälle behalten sich die Hersteller der mobilen Betriebssysteme die Möglichkeit vor, die Reißleine zu ziehen.

Es sei die Sicherheit “für den schlimmsten Fall”, wie Todd Biggs, Microsofts oberster Produktmanager für Windows Phone Marketplace, erklärte. Auch bekräftigte, dass die Apps vor der Zulassung strengen Prüfungen unterzogen würden, doch müsse Microsoft “mit verschiedenen Situationen fertig werden können”.

Sollte eine Anwendung, die gegen Sicherheitsregeln verstößt, dennoch in den Handel kommen, hätte Microsoft noch Alternativen zum Kill Switch. So könnte die Anwendung zum Beispiel aus dem Katalog genommen werden. Der Einsatz dieses Switches solle wirklich nur im Ausnahmefall vorgenommen werden, zum Beispiel bei gravierenden Verstößen gegen die Privatsphäre.

Bislang habe sich Microsoft mit Aussagen zum Kill Switch stark zurückgehalten. Microsoft wolle sich vielmehr darauf konzentrieren, die Anwendungen zu testen. Dennoch sei Marketplace ein komplexes Gebilde und Microsoft müsse eben die Möglichkeiten haben, auf gewissen Situationen reagieren zu können. Es sei auch nicht der Fall, dass Microsoft einen Knopf drücke, und die Anwendung verschwinde dann mit einem Mal. Vielmehr würde der Kill Switch erst dann aktiv, wenn sich das Handy zu einer Routinewartung einklinkt.

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