Kinects Hardware-Geheimnis gelüftet

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Über Microsofts Kinect kann man sozusagen in ein Computerspiel hineinhüpfen. Was fast wie Magie wirkt, ist im Grunde nur eine Kombination von modernen Kameras und Software. Allerdings eine beeindruckende Kombination.

Fast ist es so, als könnte die Xbox 360 sehen, was ein Mensch tut. Und in gewisser Weise stimmt das auch. Egal wie man sich verrenkt, egal wie oft man vor Kinect auf und ab hüpft, die Sensoren setzten jede menschliche Bewegung stoisch in digitale Signale um. Selbst die Stimme und Gesichtsausdrücke erkennt Kinect. Auch in kleineren Gruppen ist das möglich. Eine technische Meisterleistung.

Kinect setzt sich aus den Wörtern ‘Kinetic’, Lehre der Bewegung und ‘Connect’ zusammen. Die Einsatzmöglichkeiten scheinen fast unbegrenzt.

Eine Säule ist wohl die Kameratechnologie des israelischen Start-ups 3DV, das Microsoft später kurzerhand übernommen hatte. Diese Kameratechnologie arbeitet mit einem Infrarot-Projektor, der auch in der Bildergalerie deutlich zu sehen ist. Damit werden die Objekte im Raum vermessen. Ein Spieler sollte optimalerweise rund 1,8 Meter von dem Sensor entfernt aufgestellt sein. Ergänzt wird die Kinect-Technologie noch mit einem Multi-Array-Mikrofon, das die Stimmen der Mitspieler in einem Raum isolieren kann. Wie die Hardware dazu aussieht, kann man in unserer Bildergalerie sehen:

Fotogalerie: Microsofts Kinect aufgeschraubt

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Ohne eine spezielle Software wäre aber all die schöne Hardware nicht all zu nützlich. Beim ersten Start von Kinect vermessen die Sensoren den Raum, in dem es aufgestellt ist. Die Sensorsuite misst 48 Punkte an einem menschlichen Körper und gewinnt daraus die Bewegungen. Jedes Mal wenn sich ein Spieler bewegt, erzeugt er damit Input.

Allerdings bewegt sich jeder Spieler anders. Damit müsste Kinect im Grunde unendlich viele Bewegungsvarianten in Befehle umwandeln. Daher hat sich Microsoft für einen anderen Ansatz entschieden. In der Interaktion mit dem System muss Kinect die Gesten sozusagen erlernen. Anschließend werden sie klassifiziert. Das klappt teilweise so gut, dass Kinect, wenn sich mehrere Spieler teilweise abdecken, Bewegungen extrapolieren kann.

Dafür mussten die Microsoft-Forscher unglaubliche Mengen an Daten aus echten Szenarien sammeln. Mit Hilfe eines Lern-Algorithmus konnten diese Daten dann nach bestimmten Merkmalen kategorisiert werden. Abhängig von Alter, Größe, Geschlecht konnten die Microsoft-Forscher dem System dann bestimmte Typenmerkmale beibiegen, wie zum Beispiel typische Maße von Unterarmen.

Inzwischen gibt es sogar schon einen ersten rudimentären quelloffenen Treiber für Kinect.

Fotogalerie: Cirque du Soleil enthüllt Kinect

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