Europas Breitband ist zu langsam

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Der Ausbau von Breitbandverbindungen in europäischen Ländern nimmt im internationalen Vergleich immer mehr an Fahrt auf.

So haben die Europäer die Amerikaner inzwischen beim Breitband überholt. In den USA kommen auf 100 Einwohner 26,4 Breitbandkunden. In Dänemark und den Niederlanden sind es über 40. Hier sind über 80 Prozent aller Haushalte mit einem Breitbandanschluss versehen, damit sind diese beiden Länder Weltmeister bei den Breitbandanschlüssen. Derzeit verfügen 128 Millionen Haushalte in der EU über einen festen Breitbandanschluss. Insgesamt gibt es in der EU 220 Millionen Haushalte.

Im Vergleich zu einigen Ländern in Asien wie Japan und Süd Korea haben die Europäer jedoch langsamere Verbindungen. Nur 29 Prozent der Breitbandverbindungen in Europa hatten Übertragungsraten von mindestens 10 Mbps. Nur 5 Prozent kommen auf 30 Mbps oder mehr.

Daran will die EU-Kommission jetzt rütteln. Bis 2020, so die Vorstellung der Politiker, soll jede Verbindung mindestens 30 Mbps haben und 50 Prozent aller Verbindungen sollen 100 Mbps aufweisen.

Das wird jedoch ohne ein leistungsfähiges Glasfasernetz nur schwer zu erreichen sein. Derzeit hat nur ein Europäer von Hundert eine Glasfaserleitung in sein Haus. In Südkorea sind es immerhin 15 Prozent und 12 Prozent in Japan.

Zudem sollen freigewordene Radio-Frequenzen für die Datenübertragung in Europa genutzt werden. “Wir werden mehr tun müssen, um unsere sehr schnellen Breibandziele auch erreichen zu können. Dazu ist es nötig, dass wir uns schnell auf eine Richtlinie einigen, die sicherstellt, dass genügend Spektren für mobiles Breitband verfügbar sind. Denn gerade hier gibt es sehr schnell wachsenden Bedarf”, so die Kommissarin für die Digital Agenda Neelie Kroes.

Fotogalerie: Datenautobahn am Meeresgrund

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