Oracle will Apache im Java-Committee zurück

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Nach dem Ausstieg bei Java fordert Oracle die Apache Software Foundation auf, diesen Schritt noch einmal zu überdenken.

“Apache hat gegen das technische Committee, das an SE7 und SE 8 gearbeitet hat, gestimmt und damit auch gegen die Weiterentwicklung von Java”, schreibt Adam Messinger, Vice President of Development in einem Blog. Statt die Entwicklung zu unterstützen, so Messinger weiter, habe sich Apache dazu entschlossen, aus dem Executive Committee auszuscheiden. “Wir wollen Apache ermutigen, diese Position noch einmal zu überdenken und ein Teil des Prozesses (Java Community Process) zu bleiben, um Java weiterzuentwickeln. ASF und viele Open-Source-Projekte sind ein wichtiger Teil des Java-Ökosystems”, so Messinger weiter.

In einem Kommentar zu dem Blog forderte Apache-Entwickler Jim Jagielski Oracle auf, einen Grund zu nennen, weshalb Apache diesen Schritt noch einmal überdenken sollte.

Apache hatte vergangene Woche Oracle in einem Blog kritisiert, aufgrund kommerzieller Interessen übermäßig viel Kontrolle über den Standardisierungsprozess auszuüben. Außerdem seien die neuen Lizenzbedingungen für Apache nicht hinnehmbar.

Das “Field of Use” (FOU), das Oracle dem Java Technology Compatibility Kit auferlege, hindere Apache daran, das Projekt Harmony – eine quelloffene Java-Runtime – auch auf mobile Plattformen anzuwenden. Insgesamt, so Apache weiter, haben über hundert Open-Source-Projekte Berührungspunkte mit Java. Dieser FOU ist offenbar der Knackpunkt für Apaches Haltung.

Jagielski erklärte weiter, dass er den Java Community Process für tot erklärte. “Alles was davon übrig geblieben ist, ist ein Zombie, der durch die Straßen des Java-Ökosystems taumelt, auf der Suche nach Verstand.” Vielleicht aber könnte schon bald ein neuer Community-Process entstehen, in dem die Klausel, ‘gleicher als andere’ auf niemanden zutreffe.

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