Hamburger Körperscanner sind “totaler Ausfall”

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Der Testbetrieb der umstrittenen Körperscanner am Hamburger Flughafen, läuft weiterhin alles andere als nach Plan. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus, liegt die Fehlerquote aktuell bei 75 Prozent. Experten bezweifeln, dass ein Software-Update die Probleme lösen kann.

“Diese Technik ist ein totaler Ausfall” zitiert das Nachrichtenmagazin einen hochrangigen Sicherheitsbeamten. Es sei zweifelhaft ob das geplante Softwareupdate die Fehlerquote senken könne. Die Bundespolizei Lübeck testet das Update derzeit.

Die hohe Fehlerquote kommt offenbar daher, dass die Geräte auch auf harmlose Materialien wie Karton oder auch Falten in der Kleidung reagieren. Auch wenn ein Passagier mehrere Kleidungsstücke übereinander trägt, liefern die Geräte keine verwertbaren Ergebnisse. Strickjacken und Pullover müssen dann ausgezogen werden.

Die vielen Alarme führen dazu, dass Dreiviertel der Passagiere, die den Körperscanner passiert haben, von Hand und mit Metalldetektoren nachkontrolliert werden müssen. Seit die beiden Körperscanner Ende September in Hamburg in Betrieb genommen wurden, ließen sich rund 220.000 Passagiere freiwillig von dem Gerät durchleuchten.

Fotogalerie: Der Ganzkörperscanner Rapiscan Secure 1000

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